Lukianenkos neues Meisterwerk zwischen den Welten

Sergej Lukianenko: Weltengänger - Rezension von Christina Stumpf

Der russische Kultautor Sergej Lukianenko hat mit dem Millionen-Bestseller „Weltengänger“ wieder ein phantastisches Abenteuer für alle Fans der Fantasy Literatur geschaffen. Er erzählt vom jungen Moskauer Kirill, welcher eines Tages feststellen muss, dass seine Freunde, Familie und Kollegen ihn vergessen haben und auch die Welt nicht so existiert wie er dachte.

Kirill lebt in Moskau und ist eigentlich zufrieden mit seinem Leben. Er hat einen guten Job, eine eigene Wohnung, Freunde und Familie. Doch eines Abends muss er feststellen, dass eine fremde Frau in seiner Wohnung lebt und auch sein Hund ihn nicht mehr erkennt. Dem nicht genug fangen auch seine Freunde und Familie an ihn zu vergessen. Kirill versucht seine Existenz zu beweisen, doch auch Dokumente und Unterlagen sind verschwunden. Als ihm ein anonymer Anrufer lediglich eine Wegbeschreibung gibt, hat Kirill keine andere Wahl als dem Fremden zu vertrauen.

In einem alten Wasserturm findet er seine neue Existenz als Zöllner mit der Aufgabe den Durchgang zu verschiedenen parallelen Welten zu überwachen. Neugierig fängt er an die Welten zu erkunden und stößt dabei immer wieder auf neue Rätsel. Doch die Frage warum es diese Welten gibt und wer ein Interesse an der Geheimhaltung hat, bringt Kirill in große Schwierigkeiten.

Der Roman wird in einer Ich-Erzählung aus Sicht von Kirill beschrieben und spielt im heutigen Moskau. Trotz hoher Spannung sind immer wieder humorvolle Szene eingebaut. So fragt sich Kirill unter anderem auch ob Peter Jackson wohl einmal den Hobbit verfilmen wird. Was zum Zeitpunkt der Buchentstehung noch nicht bekannt war – er wird und hat mittlerweile.

Die Geschichte baut immer mehr an Spannung auf und hält einige überraschende Wendungen für den Schluss bereit. Zwar ist die Handlung weitestgehend in sich geschlossen, wer aber wissen will wie es mit Kirill danach weitergeht, wird sicherlich auch die Fortsetzung „Weltenträumer“ sofort lesen wollen. Sergej Lukianenko beweist wieder einmal, warum er der meist gelesene russische Autor der Gegenwart ist. Seinen „Weltengänger können wir auf jeden Fall ohne jeden Vorbehalt empfehlen und allen Lesern ebenso gute Unterhaltung wünschen, wie sie unsere Rezensentin hatte.

Daten zum Buch: Sergej Lukianenko, Weltengänger, Heyne Verlag, ISBN 978-3-453-52349-4

Christina Stumpf, russland.RU

Über den Autor

Christina Stumpf
Zuständig für das Social Media Management und gelegentliche Kommentare, bei russland.RU auch Rezensentin für Belletristik