Lkw-Proteste fordern erstes Todesopfer

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Der seit Wochen schwelende landesweite Protest russischer LKW-Fahrer hat jetzt ein erstes Todesopfer gefordert. Im Gebiet Twer westlich der Hauptstadt Moskau rollte ein von der Fahrbahn abgekommener Lastwagen mitten in eine Gruppe protestierender Fahrer. Ein Mensch kam ums Leben, drei andere wurden verletzt. Nach Angaben der Polizei war der Lkw-Fahrer möglicherweise eingeschlafen.

Die Ansammlung von etwa 60 Fahrern war eine von vielen Protestaktionen, die zwischen Wladiwostok und Kaliningrad an der Tagesordnung sind. Stein des Anstoßes ist ein seit dem 15. November operatives System namens PLATON. Es sorgt dafür, dass Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als zwölf Tonnen auf Überlandstraßen eine Maut in Höhe von 1,53 Rubel (etwas über zwei Eurocent) pro Kilometer zahlen müssen. Berechnet wird per Internet und Satellit: Auf der Basis von Glonass – ein GPS-Äquivalent – wird die zurückgelegte Fahrleistung gemessen.

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