Lawrow: US-Kongress zwingt Trump zu Sanktionen

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In seiner Rede am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen erklärte Außenminister Lawrow, der US-Kongress zwinge Präsident Trump zu Sanktionen, um die Handlungsfähigkeit seiner Regierung zu untergraben.

Nach dem Treffen beider Präsidenten „wurde es klarer, dass Präsident Trump, wie er viele Male nach dem Treffen sagte, daran interessiert ist, die Beziehungen zu Russland zu normalisieren,“ sagte Lawrow.

„Das ist ein gemeinsames Ziel, denn wir teilen diese Position. Wir sind bereit, mit einer Geschwindigkeit voranzukommen, wie sie die Trump-Administration wünscht. … Wir verstehen, dass bei jeder Gelegenheit Anstrengungen unternommen werden, um sie [die Trump-Regierung] zu „stoßen“. Daher glauben wir nicht, dass es [jetzt] angebracht ist, irgendwelche aktiven Schritte zur Normalisierung der Beziehungen zu den USA zu unternehmen“, so Lawrow weiter.

Russlands Standpunkt zu den Sanktionen sei, dass es Kräfte gebe, die einfach nur die Regierungsfähigkeit der Trump-Administration untergraben wollen und die Sanktionen seien mehr gegen Trump als gegen Russland gerichtet. Man wolle „Trump hindern, seine verfassungsmäßigen Befugnisse in vollem Umfang zu nutzen, was die Außenpolitik betrifft“.

Antworten auf feindliche Handlungen sollten so erfolgen, dass sie die eigenen Interessen nicht schädigen, erklärt Lawrow.

„Zugleich werden wir hart auf Ereignisse reagieren, die aus dem Nichts Schaden zufügen und nur auf dem Wunsch des Verursachers beruhen, unsere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten zu ruinieren.“

[hmw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.