Lawrow: Eine Teilung Syriens darf es nicht geben

Lawrow UNO 170922 Bild mid.ru

Auf einer Pressekonferenz am Freitag sagte Außenminister Lawrow, dass es keine Teilung Syriens geben dürfe, da dies eine Kettenreaktion auslösen und den gesamten Mittleren Osten in Mitleidenschaft ziehen würde.

„Zuerst muss der Kampf gegen den Terrorismus beendet werden, aber es ist auch notwendig anzufangen, darüber nachzudenken, wie man die Einheit Syriens wiederherstellen kann. Es darf keine Teilung geben, denn das würde eine Kettenreaktion auslösen, die dann über den ganzen Mittleren Osten fegt. Das ist es, was manche zu erreichen suchen, weil es für sie vorteilhaft ist, dort ein konstantes Chaos und Durcheinander zu haben“.

Das Konzept der Deeskalationszonen sei ursprünglich als vorübergehend gedacht gewesen, aber schon in den sechs Monaten bis das Konzept in Kraft tritt, habe man festgestellt, dass parallel zur Schaffung der Deeskalationszonen ein Prozess der nationalen Versöhnung notwendig sei und Mechanismen geschaffen werden müssen, die dazu motivieren, einen breiten Dialog zu führen und den Boden für einen politischen Prozess neben dem, was in Genf gemacht wird, vorzubereiten, erklärte Lawrow.

„Es ist ein kolossaler Durchbruch, dass der Astana-Prozess die Regierung und die bewaffneten Einheiten, die der syrischen Regierungsarmee Widerstand leisten, an denselben Verhandlungstisch zusammengebracht hat. … Nicht weniger wichtig sind die Gespräche mit den Emigranten, die helfen wollen, die syrische Krise zu beenden. Das sind persönliche Gespräche zwischen denen, die sich bis vor kurzem noch mit Waffen in den Händen gegenüberstanden“, so Lawrow.

[hmw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.