Kurznachrichten vom 10. Februar 2017

»Current Time« (Gegenwart) heißt ein neuer TV- und Internetsenders. Er soll die Menschen von Litauen bis Kasachstan mit „unabhängigen“ Informationen versorgen. Produziert werden diese „unabhängigen Informationen“ von Radio Free Europe, der seinerzeit vom CIA finanzierte Sender, der nach dem 2. Weltkrieg bis in die 70er Jahre der westlichen Welt die Welt erklärte. Heute ist er ein vom Kongress finanzierten US-Auslandssender. Der Sendebetrieb wurde laut Pressemitteilung am 7. Februar aufgenommen.

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Eine demokratische US-Kongressabgeordnete aus Kalifornien versucht Gründe für ein Amtsenthebungsverfahren von Trump zu sammeln. In einer Rede klagte sie Trump an, sich mit Putin zu verbrüdern, während dieser seine Truppen in Korea vorrücken ließe. Sie wollte eigentlich Putin wegen der Krim anklagen und verwechselte Korea mit der Krim (Crimea).

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Nach einem Treffen mit dem slowenischen Präsidenten Borut Pahor in Moskau hat Präsident Putin den Vorschlag gemacht, für sein erstes Treffen mit Trump Ljubljana in Slowenien – die Heimat von Trumps Ehefrau – auszuwählen.

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Der russische Biathlon-Verband RBU sieht sich in der Opferrolle und erklärt, dass er auf die Austragung der WM 2021 in Tjumen nicht freiwillig verzichtet wird. „Wir werden nicht freiwillig auf die WM verzichten!“ Und falls der Weltverband tatsächlich die WM neu vergibt, werde man vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS und andere Gerichte ziehen.

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Verteidigungsministerin von der Leyen hat nach ihrem Besuch bei ihrem US-amerikanischen Kollegen bezüglich Russland erklärt, dass eine Zusammenarbeit mit Russland auf bestimmten Gebieten notwendig sei. „Aber andererseits ist auch klar, dass wir erwarten, dass Russland internationales Recht und Grenzen souveräner Staaten respektiert.“ Man müsse „aus einer Position der Stärke heraus immer wieder die Hand ausstrecken, um mit Russland am Verhandlungstisch unsere gemeinsamen Probleme zu diskutieren und sie dann auch zu lösen“.

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Laut russischer Zentralbank erhöhte sich der Wert der internationalen Reserven in US-Dollar Wert in der fünften Kalenderwoche des laufenden Jahres um 1,6 Mrd. Dollar und belief sich per 3. Februar 2017 auf 394,1 Mrd. $.
In der Vorwoche war bei den Gold- und Devisenreserven zum 27. Januar 2017 ein deutlicher Anstieg um 6,6 Mrd. Dollar auf 392,5 Mrd. Dollar verzeichnet worden.

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Alexander Hug, Vizechef der Ukraine-Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), erklärte am Freitag in Kiew, dass in der Ukraine zurzeit die heftigsten Kämpfe seit 13 Monaten toben. Die Zahl der Explosionen habe sich versechsfacht. Dies sei aber keine Überraschung, denn man habe schon seit geraumer Zeit beobachtet, dass die schweren Waffen wieder an die Frontlinie gebracht wurden.

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Zwei amtierende und ein früherer Mitarbeiter der US-Regierung erklärten gegenüber der Agentur Reuters, Putin habe in dem ersten mit Trump geführten Telefonat angeregt, den New-Start-Vertrag (Zahl der Atomsprengköpfe auf jeweils 1550 begrenzen) zu erweitern. Trump habe das Telefonat kurz unterbrochen, sich bei seinen Beratern informiert und dann Putin geantwortet, der Vertrag sei eines von mehreren unter seinem Vorgänger Obama ausgehandelten schlechten Abkommen. Das US-Präsidialamt lehnte eine Stellungnahme dazu ab.
Das Weiße Haus habe Untersuchungen eingeleitet, wie es zu dieser und anderen undichten Stellen kommen konnte, verlautete von der Pressestelle.

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Der russische Außenminister Lawrow hofft, bei dem bevorstehenden G20-Außenminister-Treffen in Bonn und der darauf folgenden Münchner Sicherheitskonferenz seinen neuen US-Außenminister-Kollegen Tillerson zu treffen

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EU-Kommissionschef Juncker sei der Meinung, dass die Ukraine ihre Reformen konsequent umsetze, meint der Ukrainische Premier Groisman, daher dürfe die Ukraine eine EU-Hilfe in Höhe von 600 Millionen € und bis zum Sommer dieses Jahres Visafreiheit erwarten.

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Syriens Staatschef Assad hat Donald Trumps Vorschlag, Sicherheitszonen in Syrien einzurichten, abgelehnt. Sicherheit könne es nur in ganz Syrien geben, wenn Syrien von den Terroristen befreit sei.

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Das Mitglied des Verteidigungsausschusses des russischen Föderationsrates, Dmitrij Sablin, erklärte am Freitag, Kämpfer der Terrormiliz IS hätten das syrische Aleppo vollständig von der Wasserversorgung abgeschnitten.

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(Hanns-Martin Wietek/russland.news)

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.