Kurznachrichten

Die Nato bereitet ein umfassendes Ausbildungsprogramm für die Unteroffiziere der ukrainischen Streitkräfte vor. Eine Delegation des Bündnisses reist nächste Woche nach Kiew, um die Details zu besprechen.

Die Türkei will die Bauarbeiten zur neuen Gaspipeline aus Russland nur auf dem Land finanzieren. Investitionen in den Seeabschnitt, der durch das Schwarze Meer führen soll, lehnt die Regierung in Ankara ab.

Die Europäische Union erwägt eine Verschärfung der Sanktionen gegen die Krim. Neue Strafmaßnahmen sollen insbesondere das Touristengeschäft der russischen Schwarzmeerhalbinsel treffen, wie Reuters am Mittwoch unter Berufung auf ein nicht näher genanntes Dokument meldet.

Russland erlässt Usbekistan mehr als 97 Prozent der Schulden. Ein entsprechender Vertrag wurde am Mittwoch am Rande des Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Taschkent unterzeichnet.

Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow hat „Enthüllungen“, mit denen westliche Staaten eine Präsenz russischer Truppen in der Ukraine belegen wollen, als „primitive Fälschungen“ zurückgewiesen.

Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow beschuldigt westliche Staaten, die Ukraine in einen dauerhaften Herd der Instabilität verwandeln zu wollen, um so Russland zu schaden und eine Integration im postsowjetischen Raum zu verhindern.

Die Menschheit unterschätzt nach Ansicht eines sibirischen Forscherteams die Bedrohung durch Asteroiden:  Oft werden gefährliche Himmelskörper erst beim Eintritt in die Atmosphäre entdeckt. Die Experten erklären, wie groß ein Asteroid sein soll, um einen europäischen Staat auszuradieren.

Russland, das der Ukraine seit den 90er Jahren bis zur Gegenwart einen Gasrabatt gewährt, hat dem Land faktisch mehr als 80 Milliarden US-Dollar geschenkt, wie Regierungschef Dmitri Medwedew in einem Interview für russische TV-Sender sagte.

Der Chef der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DVR), Alexander Sachartschenko, bezweifelt, dass der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko alle bewaffneten Strukturen kontrolliert, da der Donbass weiter beschossen wird.

Russland hat laut Premier Dmitri Medwedew wegen den Sanktionen Dutzende Milliarden US-Dollar verloren. Die EU-Verluste durch die russischen Gegenmaßnahmen liegen bei etwa 40 Milliarden Euro allein in diesem Jahr. Medwedew nannte die Zahlen in einem Interview für die führenden russischen TV-Sender.

Die Fla-Raketenkanonensysteme Panzir der auf der Krim stationierten  Luftabwehrkräfte haben im vergangenen Monat einige ukrainische Drohnen abgeschossen, die vom Norden her in den Luftraum der Region eingedrungen waren.

Michail Gorbatschow hat vorgeschlagen, zur Überwindung von Krisen im Sicherheitsbereich in Europa zu der in den 1990er Jahren vorgebrachten Idee eines europäischen Sicherheitsrates zurückzukehren, der potentielle und bestehende Konflikte verfolgen sowie Beobachter und Vermittler für ihre Beilegung ausbilden soll.

Michail Gorbatschow hat fünf Schritte formuliert, die nach seiner Ansicht zu einer Deeskalation der Krise in der Ukraine führen sollen. Wie es in seinem am Mittwoch in der „Rossijskaja Gaseta“ veröffentlichten Beitrag heißt, handelt es sich dabei um unverzüglichen Waffenstillstand, Einhaltung der Minsker Vereinbarungen, Gründung eines Konsortiums zur Unterstützung der Region Donbass, Entschärfung der gegenseitigen Anschuldigungen und Wiederherstellung des Vertrauens.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat berechnet, dass die Ukraine innerhalb von einigen Wochen zusätzlich 15 Milliarden US-Dollar zur Verhinderung eines Finanzzusammenbruchs braucht, wie die Zeitung „Financial Times“ schreibt. Die Summe wird zusätzlich zu den vom IWF früher gebilligten 17 Milliarden US-Dollar zur Stabilisierung des Haushalts unter den Bedingungen der politischen und der Wirtschaftskrise benötigt. Die erste Tranche des IWF-Kredits in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar hat Kiew im Mai und die zweite Tranche von etwa 1,4 Milliarden US-Dollar Anfang September erhalten. Die weitere Bereitstellung von Mitteln hängt von der Erfüllung des Reformprogramms  durch die ukrainischen Behörden ab.

Dieser Tage sei auf der Internetseite der Bundesregierung ein offizieller Nachschlagetext zur Krim erschienen, sagte Außenminister Lawrow. „Darin heißt es unter anderem, dass die Krim Jahrhunderte lang von Tataren, Ukrainern, Armeniern, Griechen und Deutschen besiedelt worden sei. Russen sind dort nicht erwähnt. Ich würde gerne wissen, wer diesen Text für die offizielle Seite der Bundesregierung zusammengestellt hat. Eine entsprechende Anfrage richten wir an unsere Kollegen in Berlin.“