Kurznachrichten

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Aus dem deutschen Kanzleramt verlautet, dass es der deutschen Seite wichtig war, dass Präsident Trump zuerst – noch vor Putin – mit Kanzlerin Merkel gesprochen hat, um ihm die deutsche Sichtweise über die Krim, Moskaus Rolle in der Ostukraine und die deshalb verhängten Sanktion zu erklären. Bei der Vorbereitung des Gesprächs hatte die deutsche Seite darauf gedrungen, damit Trump nicht Entscheidungen treffe und damit Fakten schaffe, ohne die europäische Sichtweise gehört zu haben, zumal sein Stab davon nicht viel verstehe.

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Das US-amerikanische Weiße Haus hat das Telefonat zwischen Trump und Putin als einen wichtigen Schritt zur Wiederherstellung der Beziehungen bezeichnet.
„Dieser Anruf war ein wesentlicher Schritt zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland, die einer Wiederherstellung bedürfen. … Präsident Trump und Präsident Putin hoffen, dass beide Staaten nach diesem Telefonat zügig mit dem Kampf gegen den Terrorismus und mit weiteren für beide Seiten wichtigen Fragen beginnen können“, erklärte das Presseamt des Weißen Hauses in Washington.

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Andrej Chaustow, ein führender Vertreter des Flugzeugbauunternehmens »Antonov« hatte im September 2016 erklärt, dass der Konzern, nachdem Kiew »Antonov« auch aus dem russisch-ukrainischen Gemeinschaftsunternehmen „OAK-Antonow“ ausgeschlossen habe, kein einziges Flugzeug mehr bauen könne, weil alle benötigten Einzelteile aus Russland geliefert wurden.
Nachdem jetzt der Flugzeugbau bei »Antonov« zum Erliegen gekommen ist, hat der russische Vizepremier Rogosin bei seinem Besuch in einem Werk der russischen Woronescher Flugzeugbau-Gesellschaft den ukrainischen Spezialisten angeboten, nach Russland zu kommen.
Russland sei bereit, die ukrainischen Kollegen mit allem Notwendigen zu versorgen, damit die »Antonov«-Ideologie, die die Grundlage der gemeinsamen sowjetischen Flugzeugbau-Schule gewesen sei, nicht sterbe.

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Forbes-Analyst Kenneth Rapoza prophezeit eine vorteilhafte Entwicklung des russischen Aktienmarktes. Er zitiert Gerardo Rodriguez, einen der Experten des US-Vermögensverwalters Blackrock: „Betrachten wir Russland, so werden wir durch Geopolitik gelenkt. Wenn wir alle negativen Meinungen über Russland nicht weiter beachten, dann sieht es wirtschaftlich einfach erstaunlich aus“.
„Die ständigen Gespräche der Politiker darüber, dass Russland ein ‚bad boy‘ ist, stören die Inverstoren nicht mehr“. Der Forbes-Analyst meint, 2017 bringe „allseitige Erholung“ und vermutet, dass die Erfolge der russischen Wirtschaft viele westliche Politiker, die feindlich gegenüber Moskau gestimmt seien, frustrieren würden.

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Das russische Verteidigungsministerium hat neue Kräfte für den Bau einer neuen Eisenbahnstrecke zur Umgehung des ukrainischen Staatsgebietes an die Baustellen verlegt. Jetzt befinden sich vor Ort drei Straßenbaubataillone des Militärbezirkes SÜD in einer Gesamtstärke von 1.300 Bausoldaten.
Diese Truppen sind in der Lage, täglich 1.200 Meter neuer Eisenbahnschienen zu verlegen. Insgesamt arbeiten an diesem Großprojekt fünf Bataillone von selbständigen Eisenbahnbrigaden der Militärbezirke WEST, ZENTRAL und SÜD sowie drei Straßenbaubataillone des Militärbezirks SÜD. Sie verfügen über mehr als 500 Technikeinheiten.
Der stellvertretende Verteidigungsminister für materielle Sicherstellung hob hervor, dass die Winterbedingungen für den Bau der Eisenbahnstrecke besonders ideal sind. In den Frühjahrsmonaten befürchtet er, dass man aus Witterungsgründen weniger erfolgreich das Tempo halten kann. (www.kaliningrad-domizil.ru)

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Der Präsident von »BP Russland« David Campbell erklärte, dass das Unternehmen mit den bisherigen Fortschritten bei den bestehenden Joint Ventures mit der russischen »Rosneft« sehr zufrieden ist.
„Ja, wir wollen mehr Joint Ventures mit »Rosneft« gründen“, sagte Campbell. „Wir sind sehr erfreut über die bisherigen Fortschritte bei unseren bestehenden Joint Ventures. … Wir sehen weiterhin Chancen in verschiedenen Bereichen“.

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Die Moskauer Metro wird bald einen „Wissenschafts-Zug“ bekommen, sagte Michael Bird, Direktor des British Council Russia am Freitag bei einer Pressekonferenz der TASS-Agentur. „Der Zug wird mit Zitaten von namhaften britischen Wissenschaftlern und Illustrationen ihrer Leistungen verziert sein“.
Der Start dieses Zuges ist eine weitere Aktion in einer Reihe von gemeinsamen Aktionen des British Council und der Moskauer Metro. Gleichzeitig wird ein entsprechender russischer Zug in der Londoner U-Bahn fahren.

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(Hanns-Martin Wietek/russland.news)

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.