Kuba und Russland verstärken Zusammenarbeit

Die Kommunistische Partei Kubas (PCC) und die russische Regierungspartei »Einiges Russland« haben ein Kooperationsabkommen unterzeichnet, so die kubanische Nachrichtenagentur »Prensa Latina«.

Den Anfang der Zusammenarbeit machen die Kaderschulung und die Jugendarbeit.

Das Abkommen, das vom kubanischen Botschafter in Moskau, Emilio Lozada García, und dem Sekretär für internationale Beziehungen der Russischen Föderation, Sergei Schelesnjak, unterzeichnet wurde, sieht darüber hinaus auch eine Zusammenarbeit bei Frauenverbänden, Bildungsorganisationen und in anderen Bereichen gemeinsamen Interesses vor.

Auf dem in Kuba angesehenen Internetportals cubadebate.cu gab es neben positiven Stimmen unerwartet auch sehr kritische. Ein Leser schrieb „Ich verstehe nicht: Eine kapitalistische Partei wird uns dabei helfen, Kader und Jugendliche auszubilden?“
Ein Anderer wies darauf hin, dass es um eine Vereinbarung zwischen Regierungsparteien zweier Länder mit unterschiedlicher ideologischer Orientierung gehe. Ein Weiterer meinte, die russische Partei vertrete weder kommunistische noch sozialistische Interessen, sondern nationale, was sowohl für Rechte wie für Linke zutreffen könne.

Ebenfalls wurde eine Kooperationsvereinbarung  zwischen der kubanischen Nachrichtenagentur »Prensa Latina« und der russischen Nachrichtenagentur »Sputnik« unterzeichnet. Die beiden Agenturen werden in Zukunft auf die Inhalte des anderen zugreifen können und gemeinsam werde man neue Projekte wie Radio in Angriff nehmen, so Sergej Kotschetkow, erster stellvertretender Chefredakteur von Sputnik.

[hmw/russland.news]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.