Krone-Schmalz kritisiert mangelnde Pressefreiheit in Deutschland

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[Von Stefan Korinth] – Frühere Moskau-Korrespondentin wirft deutschen Medien permanente Dämonisierung Russlands vor.

Die frühere ARD-Osteuropakorrespondentin Gabriele-Krone Schmalz hat bei einer Buchvorstellung in Hannover vor demokratieschädigenden Tendenzen in der deutschen Medienlandschaft gewarnt. Andere als extrem russlandkritische Positionen kämen dort kaum vor. Sie warb für eine verstehende Haltung gegenüber Russland und forderte professionelleren Journalismus hierzulande.

Der Unterschied zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung sei inzwischen so groß, dass sie sich ernsthaft Sorgen um das demokratische System in Deutschland mache, erklärte Krone-Schmalz. Aus dem Publikum der ausverkauften Lesung in der Buchhandlung Decius erntete sie am gestrigen Mittwochabend dafür durchgängig verbale Zustimmung und breiten Applaus.

Immer mehr Menschen fänden sich in der hiesigen vorgeblich „pluralistischen Presselandschaft“ nicht mehr wieder, kritisierte die Journalistin. Dies führe zu Enttäuschung und stärke Extremisten. „Wenn das so bleibt, können wir unser System bald im Museum betrachten.“ Krone-Schmalz kritisierte vor allem die Berichterstattung über internationale Themen.

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