Krim und Ostukraine: Demos, Fußball, Militante [mit Videos]

Prorussische Demos in Odessa, Lugansk und Dnjeprpetrowsk - Unterschiede zwischen gemäßigter und radikaler Opposition - neues Militanten-Video - Fußballspiel friedlich

Unser heutiger Nachrichtenüberblick aus den Onlinemedien von Krim und Ostukraine liefert ein vielfältiges Bild. Es gab und gibt prorussische Demons ebenso wie Zeichen für Eskalation oder Entspannung.

Eine Demonstration für eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit von der Ukraine wurde gestern aus Lugansk gemeldet und dort gefilmt:

Von ähnlichen Demos wird aus Dnjeprpetrowsk und Odessa berichtet, wobei  die Odessaner etwas gemäßigter für eine Föderalisierung der Ukraine eintreten. Sie wollen sich heute laut der örtlichen Onlinezeitung Tajmer auf dem Kulikowo-Feld treffen. Dass eine solche durch die Hilfe der OSZE gegen nationalistische Kräfte durchgesetzt wird – damit wird die Chance auf eine Befriedung des russischsprachigen Ostens der Ukraine stehen und fallen.

Während somit ein Teil der prorussischen Opposition gemäßigtere Töne anschlägt, gibt es auch einen radikalen Teil, der betont militant auftritt und wieder ein Video gemacht hat, das über zahlreiche Quellen durch das russischsprachige Netz schwappt:

Hoffnung auf eine Befriedung macht dennoch beispielsweise die Meldung über ein Fußballspiel zwischen dem ostukrainischen Lwow und Sewastopol von der Krim. Die Partie war zuvor mit viel Angst erwartet worden, dann jedoch friedlich verlaufen, so dass die wichtigste Nachricht über die Partie das Ergebnis von 2:0 für Lwow ist. Zumindest hier also ein Punktsieg der Westukraine über die Krim. Es wird jedoch allgemein erwartet, dass Sewastopol in der kommenden Saison in eine russische Liga wechseln wird. Weitere Schlagzeilen von der Krim befassten sich mit der Vermittlung zwischen den neuen Machthabern und den Krim Tataren. Hier ist aktiv der Präsident der russischen Republik Tatarstan vor Ort und ein Treffen zwischen Krim-Tatarenführern und Putin geplant.