Krim-Schießerei: Die unbekannten Dritten? [mit Video]

Flut von Neuerungen bricht über die Halbinsel herein - russisch über Nacht ist weiter die Devise

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Die gestrige Schießerei auf der Krim wurde aus den örtlichen Schlagzeilen schnell verdrängt von dem vielen Neuen, was durch den Wechsel nach Russland ins Haus steht. Jedoch gibt es auch ein Video, das Provokateure zeigen soll, die den für zwei Beteiligte tödlichen Schusswechsel ausgelöst haben sollen

Es seien zwei Scharfschützen gwwesen berichtet die Charkower Onlinezeitung Nahnews, postiert zwischen den ukrainschen Soldaten und den Selbstverteidigungseinheiten der Krim, die sich das durch Schüsse von unbekannter Seite entfachte Feuergefecht lieferten. Oplot, ebenfalls aus Charkow, meint, die Provokation trage eindeutig die Handschrift des westukranisch-neonazistischen „Rechten Sektors“. Inzwischen ist über die englischsprachige Zeitung „The Telegraph“ ein Video aufgetaucht, dass im Umfeld der Schießerei bewaffnete Maskierte auf einem Hochhausdach bei der Kaserne zeigt:

Es stützt die These eine Auslösung des fatalen Schusswechsels mit zwei Toten durch Dritte. Unruhe herrscht weiter. Die Gebietsverwaltung warnt laut der Onlinezeitung Forpost aus Sewastopol vor „falschen“ Selbstverteidigungskräften, die die Unübersichtlichkeit für Kriminelle ausnutzt. Ein auf dem Festland verbreiteter Bericht über die Festnahme eines 17jährigen Nationalisten aus Lemberg als möglichem Provokateur der Schießerei fand sich in Meldungen der örtlichen Online-Nachrichten nicht.

Währenddessen werden die Krim-Bewohner überflutet mit Neuerungen. Neue Postleitzahlen, neues Steuersystem, neue Vorwahlen, neue Brücke, neues Mobilfunknetz – alles kommt über Nacht und erscheint unwiderruflich. Nur im Bildungssystem soll es laut sevnews.info eine fünfjährige Übergangsfrist zur Angleichung geben. Fakten werden im Eiltempo weiter geschaffen und russische und Krim-Offizielle arbeiten dabei Hand in Hand. In den Geschäften könne bereits mit Griwna und Rubel gezahlt werden, berichtet unser Medienpartner Kertsch FM. Nur die Berkut soll es weiter geben – als Einheit der Regionalverwaltung, dann als „russische“ Besonderheit. In der Ukraine wurde die Sondereinheit nach dem Euromaidan-Umsturz aufgelöst.