Krim: Riesige Mai-Demos, aber nicht eitler Sonnenschein [mit Video]

Riesige russisch-patriotische Erste-Mai-Demos - massive Probleme durch überlastete Fährverbindung

Die Begeisterung auf der Krim kennt am heutigen 1. Mai bei Demonstrationen kaum Grenzen. Durch den Wechsel nach Russland harren jedoch auch ernste Probleme ihrer Lösung.

Riesige Erste-Mai-Demos mit vielen russischen Fahnen

Mai-Kundgebungen mit vielen russischen Fahnen fanden in allen größeren Städten der Halbinsel statt. In Sewastopol sollen dazu 30.000, in Simferopol sogar 100.000 Menschen gekommen sein. Die Stimmung wirkt laut regionalen Medien ausgelassen. Große Maifeiern sind gerade eine russische Delegation und so lassen es die zahlreichen Anhänger des Wechsels nach Russland richtig krachen. Mi ähnlich große Menschen ist auch für den „Tag des Sieges“ (9. Mai) zu rechnen, wenn auch Putin und Medwedjew auf der Krim erwartet werden. Von der etwas kleineren Mai-Demo in der Stadt Kertsch haben wir auch Filmaufnahmen unseres örtlichen Medienpartners Kertsch FM:

Überquillende und überteuerte Fähre nach Russland

Der vollzogene Wechsel nach Russland wird zwar weiter von der großen Bevölkerungsmehrheit unterstützt, bringt jedoch auch noch immer ungelöste Probleme mit sich. So berichtet die ukrainische Onlinezeitung Politnavigator, an sich kein Unterstützer der Euromaidan-Regierung, von chaotischen Zuständen auf der Fähre zwischen der Krim und Russland. Es gäbe keine funktionierenden sanitären Anlagen mehr, die Preise für die Überfahrt seien  auf mehr als das Doppelte gestiegen und es gäbe auch viel Korruption bei der Vergabe der knappen Plätze. Da der Weg durch die Ukraine nun mit vielen Hindernissen behaftet ist, quillt die Fährverbindung über. Die Warteschlage habe trotz der hohen Kosten aktuell mehrere Kilometer Länge Eine Brücke ist geplant, wird jedoch auch nicht so schnell fertig werden.

Weitere Konflikte mit der Ukraine auf dem Festland existieren wegen noch bestehender Wasser- und Stromverbindungen und bezüglich der unklaren Rechtslage, da die Ukraine ja vom Fortgelten ihres Rechts auf der Halbinsel ausgeht, die jedoch nur noch russisches Recht vollzieht.