Krim: Drei prorussische, eine proukrainische Demo und Medienschlacht [mit Videos]

Prorussische Demonstrationen in Sewastopol, Kertsch und Feodossija - kleine proukrainische Kundgebung in Sewastopol - kommentarlose Ersetzung ukrainischer Kanäle - Kritk an Westmedien

Auf der mehrheitlich zu Russland strebenden ukrainischen Halbinsel Krim geht es weiter heiß her. Neben drei großen prorussischen Demonstrationen berichteten die örtlichen Online-News vor allem über die Schlacht in der Medienwelt. Kritik gab es hier erneut an der westlichen Berichterstattung.

  • Dieser Bericht – wie alle von der Krim bei russland.RU – basiert ausschließlich auf Meldungen der und unseren Kontakten zur örtlichen Presse, um eine Beeinflussung unserer Berichterstattung durch deutsche oder russische Propaganda zu verhindern.

Prorussische Demonstrationen und Kundgebungen gab es heute auf der Krim in drei Städten: Sewastopol, Kertsch und Feodossija. Die Stimmung in Sewastopol war laut der örtlichen Onlinezeitung sevnews.info sehr ausgelasen. Laut den weiteren örtlichen Online-News Forpost gab es parallel noch eine weitere, proukrainische Kundgebung, jedoch mit wesentlich weniger Teilnehmern (einigen hundert) als bei den „Russen“ (einigen tausend). Deshalb dürften die Teilnehmerzahlen bei den Berichten von ARD oder ZDF wieder unterschlagen werden.

Von der prorussischen Kundgebung in Kertsch hat unser dortiger Medienpartner Kertsch FM Filmaufnahmen gemacht:

Hier hatten sich 2.000 Menschen versammelt. Es sprachen mehrere Vertreter prorussischer Organisationen vor Ort.

Kritisiert wurde von mehreren örtlichen Online-Medien wie der Onlinezeitung ikrim.net und Kertsch FM kommentarlose Ersetzung zahlreicher Ukrainischer Fernseh- und Radiokanäle durch russische. Hier soll offenbar für das kommende Referendum von Seiten der Krim-Regierung die „richtige“ Stimmung gemacht werden. Kritisiert werden vor Ort aber auch die westlichen Medien, die die Krim-Journalisten ebenfalls verfolgen. Sie führten einen einseitigen Informationskrieg gegen Russland und die Unabhängigkeitsbestrebungen auf der Krim schreibt sevnews.info.