Kommentar des Vizeaußenministers Russlands, Sergej Rjabkow, zu den neuen antirussischen Sanktionen der USA

Rjabkow, Sergej mid.ru

„Washington hat wieder denselben Fehler begangen: Das US-Finanzministerium hat am 22. August beschlossen, die antirussischen Sanktionslisten zu erweitern, diesmal nach dem „nordkoreanischen Sujet“. Von den Restriktionen wurden vier Russen und ein russisches Unternehmen betroffen.

Der noch von der Administration Barack Obamas bestimmte „Trend“ zur konsequenten Zerstörung der bilateralen Beziehungen geht weiter. Seit dem Einzug des neuen Teams in das Weiße Haus ist das bereits der vierte derartige Exzess.

Vor diesem sehr betrübenden Hintergrund klingt das Gerede amerikanischer Vertreter von ihrem Interesse an der Stabilisierung der bilateralen Beziehungen kaum überzeugend. Aber auch früher hatten dieselben Personen für die Verabschiedung des allgemein bekannten antirussischen Gesetzes plädiert und dabei von ihrer Verbesserung gesprochen.

Wir bestanden aber immer auf der Regelung von Kontroversen durch den Dialog und werden das auch weiter tun. Eigentlich hätte Washington in den letzten Jahren lernen müssen, dass wir die „Sanktionssprache“ inakzeptabel finden und dass solche Handlungen die Lösung von wahren Problemen nur behindern. Vorerst aber scheint man das immer noch nicht begriffen zu haben.

Wir verlieren allerdings  immer noch nicht die Hoffnung, dass die Vernunft früher oder später die Oberhand gewinnt und dass unsere amerikanischen Kollegen die Aussichtslosigkeit und Schädlichkeit der Sanktionen begreifen.

Und wir müssen uns mit Gegenmaßnahmen befassen, die in solchen Situationen unvermeidlich sind.“

[hmw/russland.NEWS]