Kommentar: Das hat gerade noch gefehlt – neue Schikanen für Schengenvisa

Handheld_equipment_scans_a_Sons_of_Iraq_member's_index_finger_in_the_Rashid_district_of_south_Baghdad_(December_2008)
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[Kommentar von Eugen von Arb] – Obwohl meine Frau ein langfristiges Mehrfachvisum besitzt, wird sie jedes Mal, wenn wir per Flugzeug in den Schengenraum einreisen einem regelrechten Polizeiverhör ausgesetzt: Wozu reisen sie ein? Wie lange bleiben sie hier? Wo wohnen sie? Womit bezahlen sie? Sobald ich mich als schweizer Ehemann zu erkennen gebe, bricht die Befragung augenblicklich ab.

Dabei ist meine Frau keine Ausnahme – andere russische Reisende vor oder hinter uns müssen dieselben idiotischen Fragen, die sie zuvor bereits x-Mal schriftlich und mündlich beantwortet haben, über sich ergehen lassen. Warum verstehen die misstrauischen Grenzwächter eigentlich nicht, welche Schikanen die Einreisenden bereits in Russland auf den Konsulaten und Visazentren erdulden müssen, um das Visum zu bekommen?!

Zu den endlosen Fragebögen müssen Einladungen, Krankenversicherungen, Arbeitsbescheinigungen, Einkommensnachweise, Kontoauszüge und Hotelresevierungen vorgelegt werden, nicht zu reden von den misstrauischen Blicke und Warteschlangen, die einem die Reiselust ganz schön verderben können. Es versteht sich von selbst, dass dabei jedes einzelne Schengenland sein eigenes Süppchen kocht. Immer wieder sprechen sich die neuen „Regeln“ herum, und jedes Mal versucht man herauszufinden, wer von den Ländern schneller und einfacher Visa erteilt.

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