KNAUF unterstützt den Bau einer Friedenskapelle auf dem Schlachtfeld von Stalingrad

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In der Ortschaft Rossoschka im Wolgograder Gebiet entsteht eine Friedenskapelle begonnen als Symbol der Versöhnung des deutschen und des russischen Volkes. Die Gedenkstätte, die am 7. September eröffnet werden soll, wird den russischen und den deutschen Friedhof für die in der Stalingrader Schlacht  gefallenen und vermissten Soldaten verbinden.

Die Architektur der Friedenskapelle verkörpert eine Botschaft der im 2. Weltkrieg gefallenen und nebeneinander ruhenden Soldaten. Es besteht aus zwei Granitpfeilern mit einem orthodoxen und einem katholischen Kreuz und soll, dem Architekten des Ensembles, Prof. Jürgen von Reuß, zufolge, der sich seit 1994 für das Vorhaben einsetzt, „an das gemeinsame Fundament der europäischen Völker“  erinnern.

Das Projekt wird unter der Schirmherrschaft des Honorarkonsuls der Russischen Föderation in Deutschland, Nikolaus Knauf, Miteigentümer des größten deutschen  Baustoffherstellers KNAUF, realisiert. Klar, dass auch das Unternehmen, das seit 1993 in Russland tätig ist, eine vielseitige Unterstützung in allen Bauetappen der Gedenkstätte leistete. Die Errichtung der Friedenskapelle wird außerdem vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dem Ost-West-Wirtschaftsforum Bayern e.V. und dem Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften e.V., aber ebenso von der russisch-orthodoxen Kirche, der Stadtverwaltung und den Behörden des Wolgograder Gebietes sowie russischen Veteranen unterstützt.

Mit dem Projekt „Friedenskapelle“ wollen die Organisatoren die Erinnerungskulturen der Völker vereinen, so dass aus der Gemeinsamkeit der im Krieg erlittenen Opfer eine Perspektive der Versöhnung sichtbar wird.

„Das Projekt hat zum Ziel, die Geschichte in Erinnerung zu bewahren und die Folgen des 2. Weltkrieges gemeinsam aufzuarbeiten“, so der Schirmherr.

„Die Gesellschaft und das Unternehmertum sind an der Bewahrung von Traditionen zur Achtung der historischen Erinnerungskultur und zum Aufbau des Dialogs, der die gemeinsame Aufarbeitung tragischer Ereignisse ermöglichen wird, interessiert. Schließlich dürfen wir auch mehr als 70 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges nicht vergessen, welches unermessliche Leid das russische Volk durch die frühere Gewaltherrschaft in Deutschland erlitten hat. Millionen Russen haben damals ihr Leben verloren“, Nikolaus Knauf. Die Beteiligung am Bau der Friedenskapelle sei ein wichtiger Schritt in der Entwicklung deutsch-russischer Beziehungen und in der Bewahrung der Geschichte für unsere Nachkommen“.
(russland.NEWS/Leonid Loss/Hartmut Hübner)

Über den Autor

Hartmut Hübner
Gelernter und sogar diplomierter Journalist. Nachdem ich im Ergebnis einer Fahrt auf einem Riesenrad von meinem ursprünglichen Wunsch, Pilot zu werden, endgültig Abschied genommen hatte, beschloss ich als, „rasender Reporter“ aus der ganzen Welt zu berichten. Als „Mittagspausen-Notenkoch“ im Schulfunk und Volontär bei der Berliner Zeitung „Junge Welt“ begann meine journalistische Karriere, die sich nach dem Studium als Verantwortlicher für eine Zeitung im sächsischen Gesundheitswesen, Pressesprecher an der Leipziger Sporthochschule DHfK und Redakteur an der Leipziger Volkszeitung fortsetzte, bis ich mir einen Kindheitstraum erfüllte und ein freies Korrespondentenbüro in Moskau übernahm. Das war 1995 – und seither lässt mich Russland nicht mehr los.