Klassiker in neuem Gewand: Der Marco Polo St. Petersburg

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In diesem Herbst erschien die grundlegend neu überarbeitete Ausgabe des St.-Petersburg-Reiseführers aus der Reihe Marco Polo.

Eine Metropole wie St. Petersburg – bzw. deren umfangreiches und vielfältiges Kultur- und Freizeitangebot – auf einen Zentimeter Dicke und ins Jackentaschenformat zu pressen, das ist kein einfaches Unterfangen. Und dann soll ein Reiseführer auch noch Hilfe in allen Lebenslagen, die wichtigsten Informationen zu Geschichte und Sehenswürdigkeiten sowie Anregungen für Spaziergänge, Ausflüge und abendliche Vergnügungen enthalten. Und bitteschön auch einen Basis-Sprachführer und einen tauglichen Stadtplan zum Herausnehmen – darauf behält man schließlich allemal besser den Überblick als auf einem Smartphone-Bildschirm.

Die Marco-Polo-Bände, erhältlich zu etwa 250 verschiedenen Destinationen, schaffen das in der Regel ziemlich gut – schließlich wurde ihr Konzept über 25 Jahre lang immer weiter verfeinert und an die Bedürfnisse der aktuelle Generation von Reisenden angepasst. So gibt es zum Auftakt jede Menge Inspirationen für individuelle und ungewöhnliche Ziele während eines Städteaufenthalts – seien es die „Insidertipps“ oder die Listen mit Anregungen für Regentage, Stressabbau, Budgetschonung und die erfolgreiche Suche nach der wahren Aura Petersburgs.

Vier Touren durch die Stadt

Der jüngste Relaunch der Reiseführerreihe kam nun auch dem Band über Russlands frühere Hauptstadt St. Petersburg zu Gute: Das seit 2008 mehrfach aktualisierte Büchlein nimmt Petersburg-Reisende nun auf gleich vier „Erlebnistouren“ an die Hand, auf denen die riesige Zarenmetropole erkundet wird.

Neben einem detailliert beschriebenen Tagesprogramm zum intensiven Kennenlernen der Stadt ist dies ein Spaziergang auf den Spuren Dostojewskis und Rasputins, ein abwechslungsreicher, aber umso erholsamerer „Aktiv-Urlaub auf den grünen Inseln“ im Newa-Delta sowie eine Exkursion „durch Stalins Kathedralen zu Putins Schloss“: Beschrieben wird, wie man durch die prunkvollsten Metrostationen des Baujahrs 1955 zum Konstantin-Palast gelangt, den der Kreml immer wieder für große Gipfel nutzt.

Die neuesten Kultur-Magneten

Petersburgs klassische Highlights wie die Eremitage, die Peter-Pauls-Festung oder die Isaak-Kathedrale werden natürlich mit den wichtigsten Fakten und Infos beschrieben – alles Weitere schaut man sich am besten vor Ort selbst an. Vorgestellt werden natürlich auch die neuesten, wirklich spektakulären und sehenswerten Zugänge der Petersburger Museumslandschaft: Die Filiale der Eremitage im Generalstabsgebäude, das Fabergé-Museum und das riesige Stadtmodell Petrowskaja Aquatoria – das etwas zu Unrecht in die Rubrik „Mit Kindern unterwegs“ abgeschoben wurde.

Marco Polo St. Petersburg (13. Auflage, 2017)

Autor: Lothar Deeg

ISBN 978-3-8297-2900-0

12,99 Euro, als E-Book 8,99 Euro