Kernkraftwerks-Baustopp und der Vorwurf ethnischer Säuberungen

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[Von Peter Mühlbauer] – Das Verhältnis zwischen Russland und der Türkei verschlechtert sich weiter.

Die russische Atombehörde Rosatom hat britischen Medien zufolge die Arbeiten zum Bau von vier 1200-Megawatt-Atomreaktoren in der Türkei vorläufig gestoppt. Von Rosatom selbst gibt es bislang noch keine Stellungnahme dazu.

Der 2013 geschlossene Vertrag wurde bislang noch nicht gekündigt. Der Seite, die diesen Schritt unternimmt, drohen hohe Vertragsstrafen. Die türkische Regierung sucht den Meldungen zufolge aber schon nach einem Nachfolgeunternehmen, dass das 20-Milliarden-Dollar-Projekt zu Ende bauen kann. In Frage käme zum Beispiel ein japanisch-französisches Konsortium, das für 22 Milliarden Dollar gerade einen anderen türkischen Atommeiler errichtet (vgl. AKP will AKW). Aufgrund des anderen Aufbaus der Reaktoren müsste dafür allerdings wahrscheinlich komplett neu mit dem Bau begonnen werden.

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