Keine Angst vor den Nachtwölfen

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Die Hells Angels haben sie an Berühmtheit längst überholt — jedenfalls in Deutschland, wo die Medien ihnen Namen geben wie „Putins Russen-Rocker“ oder „Putins Rudel“. Der russische Motorradclub Nachtwölfe, dessen Backpatch einen Wolfskopf mit Feuerschweif vor weißem Vollmond zeigt, schillert seit seiner Gründung vor 26 Jahren zwischen Patriotismus und Fronde.

Dabei waren es anfangs Außenseiter und Rebellen gegen das strenge Versammlungs- und Vereinigungsverbot in der Sowjetunion, die sich mit Gleichgesinnten zu Schlägereien am Rand von Fußballspielen verabredeten. An ihrer Spitze stand ein junger Mann, der auch drei Jahrzehnte später noch polarisiert – inzwischen auf internationaler Bühne. Alexander Saldostanow, seines bürgerlichen Berufs wegen von Freunden und clubintern nur Chirurg genannt, hat es sogar auf die Liste der von den USA und Kanada sanktionierten Personen geschafft. Man muss dabei bedenken, dass es in Russland Politiker gibt, die in aller Öffentlichkeit beleidigt sind, weil ihnen diese Auszeichnung bislang vorenthalten blieb.

In Russland Zustimmung, im Westen politische Allergien       

Der „Chirurg“, Gründer und bis heute Chef der Gruppe, hat seine Nachtwölfe über die Jahre hinweg in eine weltanschauliche Allianz mit patriotischen, kremltreuen Kräften geführt.

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