Kalter Krieg 2.0

[Von Rudolf Maresch] Die Dämonisierung Putins und der Kampf Russlands um die Ukraine zeigen, dass der geopolitischen Verschnaufpause nur ein kurzer Sommer beschieden war. Der Bär zeigt wieder Krallen, Teil V

Das Bild hat für Furore und politische Missstimmung gesorgt, in Berlin, in den Medien und in der Regierungskoalition. Gerhard Schröder, Vorsitzender des Aktionärsausschusses der Nord Stream AG, eines Unternehmens, das die gleichnamige Ostsee-Pipeline betreibt und vom russischen Staatskonzern Gazprom dominiert wird, feierte Ende April seinen 70. Geburtstag in St. Petersburg nach und umarmte demonstrativ lachend und mitten in der Ukraine-Krise, Vladimir Putin, seinen „alten“ und „engen Freund“, wie der „Spiegel“ süffisant anmerkte.

Party mit Putin

Bereits Wochen davor hatte der Altbundeskanzler den Kremlchef wegen seiner Haltung in der Ukraine-Krise öffentlich in Schutz genommen und der EU, die einer „Zollunion“ des Landes mit Russland zuvorkommen und ein „Assoziierungsabkommen“ mit Kiew schließen wollte, schwere Fehler im Umgang mit dem osteuropäischen Land vorgeworfen und ihren Unterhändlern kulturelle Unkenntnis über die Region und die Struktur des Landes attestiert.

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