Journalisten von der Krim die Wiedergabe ihrer Video-Botschaft verweigert

Krim Flagge allein © wietek

Am 2. und 3. November fand in Wien beim Hauptquartier der OSZE eine Konferenz zum Thema „Die Rolle freier Medien für einen umfassenden Zugang bei Sicherheitsfragen“ statt.

Zur Konferenz hatten sich auch drei Journalisten von der Krim akkreditiert. Die zur Einreise nach Österreich benötigten Visa wurden ihnen vom österreichischen Außenministerium jedoch verweigert.

Laut Agentur TASS und Interfax hat Außenminister Lawrow den Geschäftsträger der österreichischen Botschaft darauf einbestellt und seine Enttäuschung ausgedrückt, was die Botschaft gegenüber dpa bestätigte.

Das österreichische Außenministerium erklärte dazu, dass die Erteilung von Einreisevisa für Journalisten von der Krim aufgrund der juristischen Feinheiten und der fehlenden territorialen Zuständigkeit bei der österreichischen Botschaft in Moskau nicht möglich sei. Bürger der Krim könnten wegen der bestehenden Regeln der EU Visa nur auf dem Territorium der Ukraine erhalten.

Nachdem auch die Intervention des russischen Außenministeriums nichts gefruchtet hatte, äußerte Russland den Wunsch, diesen Journalisten in einer Videobotschaft auf der Konferenz die Möglichkeit zu geben, zum Thema zu sprechen. Laut österreichischer Presseagentur APA lehnten die Vertreter des österreichischen Vorsitzes in der OSZE dies jedoch ab und die vorbereitete Videobotschaft der Journalisten mit einer Nachricht über die wirkliche Situation auf der Krim wurde nicht gezeigt. Gründe für die Ablehnung waren bisher nicht zu erfahren.
Derzeit ist die Videobotschaft auf dem YouTube-Kanal der russischen Botschaft in Wien zu sehen.

Bei der ersten Konferenz zum Thema »Medienfreiheit unter instabilen Bedingungen« am 19. und 20. Juni im Wiener Hauptquartier der OSZE war eine Delegation von Journalisten der Krim zusammen mit dem Vorsitzenden der Vereinigung von Journalisten von Sewastopol anwesend. Letzterer hielt eine Rede über die Situation der Journalisten auf der Krim, wies auf die Verbreitung von falschen Nachrichten über die Krim durch die Ukraine hin und lud die OSZE-Vertreter ein, selbst auf die Krim zu kommen und die Situation mit eigenen Augen zu sehen. Der Moderator der Diskussion unterbrach seine Rede und erlaubte ihm nicht, sie zu beenden.

[hmw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.