IWF: Optimistische Russland-Prognose

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Mit „nur“ 3,4 Prozent veranschlagt der Internationale Währungsfond (IWF) den zu erwartenden Rückgang der russischen Volkswirtschaft im laufenden Jahr. Vor dem Hintergrund der deutlich schlechteren Prognosen, die in Russland selbst gehandelt werden (minus 4-5 Prozent) macht die IWF-Vorhersage sich nachgerade optimistisch aus. 2016 erwartet der Fonds sogar wieder einen leichten Zuwachs des russischen Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Als Ursache der scharfen Rezession gibt der IWF den Rückgang der Inlandsnachfrage an, die ihrerseits durch den sinkenden Ölpreis und die Sanktionen ausgelöst sei. Anlass der unlängst veröffentlichten Vorhersagen waren die alljährlich durchgeführten IWF-Konsultationen mit Russland und der Eurozone.

Wachstum 2016 wieder auf EU-Niveau

In der Eurozone wird das Wachstum 2015 nach Meinung des IWF – kaum überraschend – günstiger ausfallen. Interessanterweise prognostiziert der IWF für 2016, dass die russische Wirtschaft mit plus 1,5 Prozent bereits wieder den Anschluss an die Wachstumsraten der Eurozone findet. Das würde all jenen Recht geben, die im Wirtschaftsabschwung der großen Schwellenländer nicht viel mehr sehen als eine zyklische Kontraktion , die dem langfristigen Trend eines – im Vergleich zu den klassischen Industriestaaten der sog. Ersten Welt – deutlich stärkeren Wachstums dieser Volkswirtschaften nicht entgegensteht.

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