Informationskrieg um Syrien

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[Florian Rötzer] Eine abgeschossene oder abgestürzte Drohne und die Eskalation an der türkisch-syrischen Grenze.

Das türkische Verteidigungsministerium berichtete gestern, Kampfflugzeuge hätten über türkischem Territorium eine Drohne abgeschossen, die auch in der Türkei abgestürzt sei. Angeblich sei sie fast 2 km über die Grenze geflogen. Über die Herkunft wollte man sich noch nicht äußern, sie sei von „unbekannter Nationalität“. Nach dreimaliger Warnung sei die Drohne gemäß den Einsatzregeln abgeschossen worden. Offiziell will man es in Washington nicht machen, aber Reuters zitiert einen Regierungsangehörigen, der sagte, sie sei vermutlich russischer Herkunft.

Der Vorfall macht die gespannte Lage an der türkisch-syrischen Grenze deutlich, die zugleich die Nato-Grenze ist. Nach mehreren Vorfällen Anfang Oktober, bei denen russische Kampfflugzeuge kurzzeitig in den türkischen Luftraum eingedrungen sein sollen, hat sich seit der Verlegung und dem Einsatz der russischen Kampfflieger in Syrien auf Seiten der Assad-Regierung die Situation zugespitzt. So seien nach dem türkischen Militär türkische Kampfflugzeuge an der Grenze vom Radar syrischer MIG-Flugzeuge und von Raketensystemen anvisiert worden. Nato-Generalsekretär Stoltenberg hatte bereits mit Blick auf Russland gewarnt, dass die Nato bereit und fähig sei, alle Mitgliedsländer, inklusive die Türkei, zu schützen.

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