„Höchste Zeit für Volksdiplomatie“

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Förderung von politischer Bildung und Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie die internationale Verständigung hat sich die Rosa Luxemburg Stiftung auf die Fahne geschrieben.

Die nach der Politikerin und Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung Rosa Luxemburg benannte Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in Deutschland und fühlt sich – ganz wie ihre Namensgeberin – dem demokratischen Sozialismus verpflichtet.

Nachdem in den letzten Jahren immer deutlicher geworden ist – und jüngste Umfragen bestätigen dies in teilweise erschreckendem Ausmaß –, dass die politischen Vorstellungen der Bürger und die Handlungen der Politiker immer weiter auseinanderklaffen – was besonders bei den Beziehungen zu Russland deutlich wird – steuert die Stiftung, ganz gemäß ihrer selbst gestellten Verpflichtung „Förderung von politischer Bildung“, gegen.

Um politisch und gesellschaftlich aktiv werden zu können, bedarf es der ungefilterten Informationen und Wissens – und das nicht aus zweiter oder gar dritter Hand. Die beste und sicherste Möglichkeit, an dieses Wissen zu kommen, ist immer noch, an die Quelle zu gehen und vor Ort sich selbst ein Bild zu machen.

Genau das macht die Rosa Luxemburg Stiftung mit Ihrer „Reise zu den Feinden“.
Eine Schar Wissenshungriger wird einige beispielhafte Punkte des Riesenreiches besuchen. Touristische Ziele sind Omsk, die Hauptstadt des gleichnamigen Oblast in Südwestsibirien; bei Omsk, die so viel besungene Taiga; Kasan, die tatarischste aller russischen Städte; Pensa, fast eine „Kleinstadt“ (nach russischen Verhältnissen) mit einer halben Million Einwohner im europäischen Teil Russlands als Beispiel einer „Nicht-Metropolen-Stadt“ und natürlich das riesige, in vielen Facetten schimmernde Moskau mit seinen 16 Millionen Einwohnern, ein Staat im Staate, ein Moloch, der niemanden gleichgültig lässt – sei es im angenehmen oder abstoßenden Sinn –, das heutige und historische Zentrum Russlands.
Die legendäre „Transsib“ wird für den „Transport“ sorgen.

Natürlich werden im Sinn des demokratischen Sozialismus wichtige Städte und Stätten wie der »Deutsche Nationalrajon Asowo« und das Museum »Nationalkomitee freies Deutschland« in Krasnogorsk nicht ausgelassen.

Aber die Gruppe ist nicht nur als Betrachter unterwegs. In allen Städten hat die Stiftung Diskussionsrunden und Vorträge organsiert, in denen auf russischer Seite kompetente Partner zur Verfügung stehen.

(Hanns-Martin Wietek/russland.news)

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.