Herrmann Göring ist tot – es lebe der Reichsjägerhof

Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1979-144-15A, CC BY-SA 3.0

[Von Uwe Niemeier] – Eine russische Unternehmerin plant den Wiederaufbau des Reichsjägerhofes – im Kaliningrader  Volksmund auch Göring-Datsche genannt – in der Rominter Heide. Man will Geld verdienen und Touristen anlocken. Dabei kann das Image eines deutschen Kriegsverbrechers hilfreich sein.

In Kaliningrad setzte sich im Jahre 2016, die im Jahre 2014 begonnene Germanisierungskampagne in einer verschärften Tonart fort. Anscheinend ist Kaliningrad, mit Beginn des neuen Jahres, auch in eine neue Phase dieser Kampagne eingetreten: der Faschisierung des Gebietes. Eine russische Unternehmerin hat sich entschlossen, den Reichsjägerhof des Reichsfeldmarschalls Hermann Göring auf seinen noch vorhandenen Fundamenten wieder aufzubauen. Ob diese Unternehmerin nur die Betonfundamente für ihr Businessobjekt nutzen will oder zukünftig auch die geistigen Fundamente des Dritten Reiches, wird die Zukunft zeigen. Zumindest hat diese Kaliningraderin zum Halali geblasen.

Beginnen wir mit der Vorgeschichte: Im November begab sich ein junger, vom Volk geliebter Prinz … äh, Gouverneur, in den Wyschtinsker Park, zu deutschen Zeiten Rominter Heide genannt. Seit langem wurde darüber gesprochen, dass dies die touristische Zukunft des Gebietes ist und davon wollte sich der Prinz überzeugen. Er sah dort zwei Dinge: Es wird kräftig Holz geschlagen und es wird gebaut. Als erstes verbot er den Holzeinschlag – nicht nur in der Heide sondern im ganzen Kaliningrader Gebiet und forderte die Erarbeitung eines Konzeptes für die Nutzung und den Schutz des Waldbestandes. Und er wollte wissen, wer da was baut.

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