Hat die Ostsee-Flottenführung betrogen?

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Am Mittwoch platzte eine mediale Bombe in Kaliningrad. Der Befehlshaber der Ostseeflotte und sein Stabschef wurden mit sofortiger Wirkung ihrer Funktion enthoben und aus dem Armeedienst entlassen. Die Begründungen des Verteidigungsministeriums waren sehr direkt und schockierend.

Entlassungen von hochgestellten Generalen, Admiralen und Offizieren erfolgen in der Armee und Flotte nicht so selten. Wenn darüber berichtet wird, so wird als Begründung „Eintritt des Rentenalters“ oder „gesundheitliche Gründe“ angegeben. Erstmals in der Geschichte der russischen Armee wurde diesmal als Grund „Mangelhafte Gefechtsvorbereitung der Flotte“ und „Schönfärberei bei der Berichterstattung über den realen Zustand der Flotte“ genannt.

Russische Medien meinen, dass eine derartige Direktheit in der Formulierung nicht dem Arbeitsstil von Schoigu, dem russischen Verteidigungsminister und Präsident Putin entspricht. Man vermutet dahinter eine tiefergehende Absicht. Diese Vermutung wird auch noch dahingehend gestärkt, dass der Befehlshaber der Ostseeflotte und sein Stabschef nicht nur von ihren Dienstpflichten entbunden wurden, sondern auch aus der Armee entlassen worden sind – ein eindeutiges Zeichen, dass hier nicht nur militärisches Versagen vorliegt, sondern wohl auch „moralische“ Dinge vorgefallen sein könnten und man „Signale“ an andere aussenden möchte.

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