Häuserabriss in Moskau – wohin mit den Bewohnern?

Foto: MichaelGaida CC0 Creative Commons via Pixabay
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[von Uwe Niemeier] Es ist beschlossene Sache – in Moskau werden 5.144 Häuser abgerissen. Die Stadt hat mit den Bürgern eine gemeinsame Sprache gefunden und löst mehrere Probleme gleichzeitig. Einerseits modernisiert man die Bausubstanz der Stadt, verbessert die Lebensbedingungen der Bürger die noch in den Abrisshäusern wohnen und entledigt sich andererseits eines Stücks einfacher sozialistischer Zweck-Architektur.

Dass in diesem Zusammenhang zusätzlicher Wohnraum, durch die bessere Nutzung des freiwerdenden Baulandes und höherer Etagenbebauung, entsteht und die Bauindustrie in Moskau erheblich und auf viele Jahre angekurbelt wird, ist wohl auch kein unerheblicher Effekt.

Dieses Programm ist nicht das erste Programm zur Korrektur städtebaulicher Probleme in Moskau. Bereits der damalige Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow hatte ein ähnliches Programm, aber auf mehr privater Ebene, in den 90er Jahren gestartet. Nach der damaligen Planung sollten 1.722 Häuser abgerissen werden. Die damit beauftragten Firmen, die Verträge mit der Stadt abgeschlossen hatten, wurden aber mit dieser Aufgabe nicht fertig. Dazu kam die Krise im Jahre 2008-2010, so dass das Programm beendet wurde.

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