Hacker plündern beinahe russische Zentralbank

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Die russische Zentralbank hat mitgeteilt, dass Hacker in das System der Zentralbank eingedrungen sind und mit gefälschten Zugangscodes 2 Milliarden Rubel (29,5 Millionen €) von verschiedenen Konten abgeräumt haben. Der Plan war, 5 Milliarden Rubel zu erbeuten, er wurde jedoch gerade noch zeitig entdeckt.

Geplant waren außerdem koordinierte Cyberangriffe auf das Bankensystem Russlands, meldet der russische Inlandsgeheimdienst FSB  auf seiner Internetseite.

„Bei Russlands FSB sind Informationen über die Vorbereitung großangelegter Cyberangriffe im Zeitraum ab dem 5. Dezember 2016 durch ausländische Geheimdienste mit dem Ziel, Russlands Finanzsystem sowie große russische Banken zu destabilisieren, eingegangen“, heißt es in der Mitteilung.

Eine Welle von Falschmeldungen in sozialen Netzwerken war geplant. Die Falschmeldungen sollten in Russland eine Bankenkrise auslösen.

„Der FSB hat die notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um Bedrohungen für die russische Wirtschafts- und Informationssicherheit zu neutralisieren“, hieß es weiter.

Russlands Zentralbankchefin Elvira Nabiullina beruhigte und sagte, das Bankensystem sei stabil.
(hmw/russland.news)

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.