Grotesk: Deutscher Nato-General droht mit militärischem Großmanöver gegen Russland

Hans-Lothar Domröse, Viersternegenerak Quelle: ISAF HqPAO CC BY 2.0
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[Johannes Stern] 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs und dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion im Juni 1941 bereitet sich die deutsche Generalität wieder auf Krieg gegen Russland vor. Das unterstreicht ein Artikel in der Freitagsausgabe der Welt, der ausführlich den deutschen Vier-Sterne-General Hans-Lothar Domröse zu Wort kommen lässt. Die Aussagen des Nato-Oberbefehlshabers für Nord- und Osteuropa kommen einer Kriegserklärung an Russland gleich.

Domröse droht damit, erstmals Großmanöver des westlichen Militärbündnisses in den Grenzregionen zu Russland zu veranstalten. „Wir haben bisher Großmanöver von 25.000 bis 40.000 Mann nur in den westlichen Nato-Ländern durchgeführt. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir das in Zukunft auch in Osteuropa und im Baltikum machen“.

Mit anderen Worten: 25 Jahre nach der Auflösung der Sowjetunion ist die Nato bereit, zehntausende Truppen in den Grenzregionen zu Russland massieren. Nachdem Berlin und Washington im Februar einen rechten Putsch in der Ukraine unterstützt haben, verstärken sie nun die militärische Einkreisung Russlands. Die Gefahr einer direkten militärischen Konfrontation mit der Atommacht verschärft sich damit weiter. Selbst Spiegel Online, der seit Monaten gegen Russland hetzt, bezeichnet die Pläne als „provokante Aktionen gegen Moskau“.

Die neu geschaffene „Speerspitze“ der Nato soll laut Domröse schlagkräftiger und früher einsatzbereit sein, als bisher geplant. „Wir werden eine Schnelle Eingreiftruppe der Nato aufbauen, die aus etwa 5.000 bis 7.000 Mann besteht und die innerhalb von zwei bis fünf Tagen im Einsatzgebiet sein kann“, so der General. „Nach unseren Planungen soll die Schnelle Eingreiftruppe im September 2015 beim Großmanöver ‚Trident Juncture’ in Spanien und Italien und Portugal teilnehmen. Wenn alles planmäßig verläuft, kann die Schnelle Eingreiftruppe bis Ende 2015 einsatzbereit sein.“

An der „Speerspitze“ können, so Domröse, Nato-Mitglieder und Nicht-Nato-Mitglieder teilnehmen, „die über die notwendige Hightech-Ausrüstung und entsprechend ausgebildete Soldaten verfügen“. Deutschland soll dabei eine führende Rolle spielen. Sechs bis zehn Nationen sollen jeweils für ein Jahr die „Speerspitze“ bilden, danach werde gewechselt. In jedem Zyklus werde es eine Führungsnation geben, „wozu ganz sicher irgendwann auch Deutschland gehören wird“.

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