Großer Anti-Euromaidan in Simferopol und Odessa [Videos aus YouTube]

Großdemonstrationen gegen die neue Regierung und mit seperatistischen Losungen

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Während man über den Euromaidan fleißigst berichtete, werden die nun stattfindenden Demos gegen die neue ukrainische Regierung im Osten und Süden des Landes von den deutschen Mainstream-Medien beflissentlich und konsequent tot geschwiegen.

Denn gar nicht anders, als die, die man in Russland kritisiert, präsentieren ARD und ZDF in der „ersten Reihe“ nur die Nachrichten, die ins eigene Meinungsspektrum passen. Was nicht ins Bild passt, wird tot geschwiegen. Zumindest bei russland.RU zeigen wollen wir die Aufnahmen der Anti-Euromaidandemo in Simferopol auf der Krim, zu der sich gestern dort in der ukrainischen Provinz etwa 20.000 Leute zusammen fanden. Leider nur festgehalten von dortigen Amateurfilmern:

http://www.youtube.com/watch?v=R_l9My5fG-E

Eine ähnliche Demonstration fand in Odessa unter dem Motto „Odessa ohne Maidan“ statt. Deutlich sind  „Russland, Russland“ Sprechchöre im Video zu hören.

Die Angst vor dem neuen ukrainischen Nationalismus, der in Kiew ja mit an die Macht gekommen ist, ist in der russischsprachigen Süd- und Ostukraine groß – und berechtigt. Denn, wie wir (im Gegensatz zu anderen) schon berichtet haben, wurden beispielsweise die bisher fest geschriebenen Rechte von Minderheitensprachen von der neuen ukrainischen Parlamentsmehrheit schon einen Tag nach der Machtergreifung gekippt. Trotz einer großen russischsprachigen Mehrheit in den südlichen und östlichen Landesteilen.

Während Janukowitsch auch in der Ostukraine kaum noch Anhänger hat und seine „Partei der Regionen“ zwischen Auflösungserscheinungen und Anpassung an neue Verhältnisse schwankt, schwankt die südöstliche Bevölkerung eher zwischen Opposition und Seperatismus. Auch in Kertsch auf der Krim fanden gestern antiukrainische Aktionen statt. Und hier wird wohl entschieden, ob die Ukraine zerbricht, denn wenn der Wille zum gemeinsamen Staat dort zerbricht, wird die neue Regierung diesen Landesteil nicht zwangsweise halten können.