Greenpeace in Russland – gut kalkuliertes Politspektakel im kalten Norden

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[Von Eugen von Arb]  Gestern wurden die 30 Greenpeace-Aktivisten, welche am 18. September beim Versuch, eine Ölplattform in der Barentsee zu entern, verhaftet worden waren, nach fast zwei Monaten Haft in Murmansk nach Petersburg verlegt. Das und die Tatsache, dass die Anklage der russischen Justiz mittlerweile von “Piraterie” auf “Rowdytum” herabgestuft wurde, sind deutliche Zeichen für ein baldiges Ende des Politspektakels.

Zwar “summt” es immer noch in den Medien und in den diplomatischen Etagen, und noch immer geht die Rede von einer möglichen Höchststrafe von sieben Jahren Haft für die Greenpeace-”Rowdys” und von Paragraphen im UN-Seerecht, die anerkannt oder nicht anerkannt werden. Aber im Prinzip ist längst klar, dass es sich um ein Spektakel mit klarer Rollenverteilung und klaren Regeln handelt: Von russischer Seite ist längst klar, dass kein Gericht, sondern der Kreml den Verlauf des Prozesses steuert. Russland plustert sich auf, um seinen Macht- und Rohstoff-Anspruch in der Arktis zu markieren, selbst wenn es um die internationalen Gewässer geht.

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