Gogols tote Seelen leben im modernen Russland weiter

Foto: Gellinger CC0 Creative Commons via Pixabay

Im Jahre 1842 veröffentlichte Gogol den ersten Band einer ehemals als Trilogie geplanten Ausgabe zu den „Toten Seelen“ in Russland. 175 Jahre nach der Veröffentlichung erweist sich, dass die „Toten Seelen“ immer noch im modernen Russland leben.

Die populäre russische Zeitung „Kommersant“ veröffentlichte Anfang September einen Artikel zu den modernen „Toten Seelen“ in Russland, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Übersetzt, ein wenig stilistisch bearbeitet, biete ich Ihnen Informationen, die einem Westeuropäer vor Staunen den Mund offenstehen lassen – zu den ungeahnten Möglichkeiten des Geldverdienens in Russland. Verfasser des Artikels ist Pawel Worobjow, Vorsitzender der Moskauer städtischen wissenschaftlichen Gesellschaft der Therapeuten.

Im zaristischen Russland, zu Zeiten der Leibeigenschaft, hatte man gelernt, wie man mit verstorbenen Leibeigenen noch Geld verdienen konnte. Das System wurde bis zur Perfektion ausgearbeitet. Der russische Staat verfügte damals noch nicht über Computer, Telefon, Autos und sonstigen technischen SchnickSchnack und hatte somit auch keine Übersicht über „die Lebenden und die Toten“, was sich die nachgeordneten Beamten, aber auch Bürger zunutze machten, um Geld zu verdienen. Heute verfügt der russische Staat über alle Mittel der modernen Technik, aber wenn man den Artikel liest, kommt man zu dem Eindruck, als ob der Staat trotzdem keine Übersicht über „die Lebenden und die Toten“ hat.

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