Gesundheitsministerium schlägt Umweltsteuer auf Zigaretten vor

Das russische Gesundheitsministerium hat vorgeschlagen, dass die Regierung eine Umweltsteuer auf Zigaretten einführt, berichtet die Zeitung Izwestja in Bezug auf die endgültige Version des Anti-Tabak-Programms.

Darüber hinaus hält es das Ministerium für notwendig, die Verbrauchssteuersätze für Tabakerzeugnisse und elektronische Zigaretten auf europäisches Niveau anzuheben und alle Arten von steuerfreien und zollfreien Verkäufen von Tabakprodukten zu verbieten. Das Dokument schlägt auch vor, die Verwendung von Wasserpfeifen und elektronischen Zigaretten in Cafés und Restaurants zu verbieten. Es ist weiterhin geplant, den Verkauf an Minderjährige zu verbieten.

Nach Berechnungen des Gesundheitsministeriums wird die Erhöhung der Verbrauchssteuer für Zigaretten auf europäisches Niveau bis zu 800 Milliarden Rubel (11,8 Milliarden Euro) für den Haushalt einbringen und bis zu zwei Millionen Bürger vor dem vorzeitigen Tod bewahren. Die Leiterin der Abteilung, Veronika Skwortsowa, betonte, dass das Rauchverhalten bei Jugendlichen zwischen 13 und 15 Jahren aufgrund von Anti-Raucher-Maßnahmen innerhalb der letzten vier Jahre dreifach und bei Erwachsenen um ein Drittel gesunken ist.

Früher wurde berichtet, dass die Preise von Zigaretten in Russland um 15 Prozent steigen werden. Der Preisanstieg wird von der Einführung eines neuen Systems zur Kontrolle des Zigarettenumlaufs auf dem Inlandsmarkt begleitet. Laut Sergey Ryabukhin, Vorsitzender des Föderationsratsausschusses für Haushalt und Finanzmärkte, werden im Finanzministerium die Optionen für eine technische Lösung dieses Problems diskutiert.

Im Februar 2013 wurde in Russland das „Anti-Raucher-Gesetz“ verabschiedet. Er beschränkte die Orte, an denen Rauchen erlaubt ist, erheblich. Das Rauchen ist auf den Grundstücken und in den Räumlichkeiten von Bildungs-, Kultur- und Sporteinrichtungen sowie an Orten verboten, an denen Medizin-, Rehabilitations- und Sanatoriumsdienste angeboten werden. Darüber hinaus darf man nicht mehr auf Treppen zwischen den Wohnungen, in Eingängen von Mehrfamilienhäusern, Fahrstühlen, Dachgeschossen und Kellern rauchen. Auch im Umkreis von 15 Metern vor den Zugängen von Bahnhöfen, Flughäfen, Häfen und U-Bahn-Stationen ist das Rauchen untersagt.

Seit dem 1. Januar 2014 wendet das Anti-Raucher-Gesetz auch Artikel 13 des Bundesgesetzes über das Rauchverbot an, das die Festlegung von Mindest- und Höchstverkaufspreisen für Tabakerzeugnisse und die Erhebung von Verbrauchssteuern darauf, also Steuererhöhungen vorsieht.

[hub/russland.NEWS]