Gebiet Wolgograd trauert vom 1. bis 3. Januar um die Opfer [mit Video]

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Dank den Handlungen von Polizisten konnte bei der Explosion im Bahnhof von Wolgograd eine höhere Anzahl von Opfern verhindert werden. Die russische Ermittlungsbehörde stufte den Vorfall als einen Terroranschlag ein. Die näheren Umstände der Tragödie werden von den Untersuchungsbeamten ermittelt.

Strafverfahren sind nach zwei Artikeln des Strafgesetzbuches eingeleitet worden. Indessen ringen Mediziner um das Leben von acht Personen, deren Gesundheitszustand von als besonders schwer eingeschätzt wird. Insgesamt wurden mehr als 30 Personen in Krankenhäuser eingeliefert. 14 Menschen wurden von der Attentäterin mit in den Tod gerissen.

Laut vorläufigen Expertenschätzungen ist die Sprengkraft der Bombe, die in Wolgograd gezündet wurde, 10 Kilogramm TNT-Stärke gewesen. Der Sprengsatz war mit Vernichtungselementen versehen. Durch die Druckwelle sind Fensterscheiben im Erd- und im Obersgeschoß des Bahnhofsgebäudes geplatzt. Die Kriminalisten meinen, dass die Opferzahl hätten größer sein können, hätten die Polizisten die verdächtige Frau nicht angehalten. Der offizielle Vertreter des russischen Ermittlungsbehörde, Wladimir Markin, kommentiert:

 „Nach vorliegenden Informationen hat eine terroristische Selbstmörderin die Sprengung vorgenommen, die beim Herangehen an die Rahmen der Metallsuchgeräte einen Mitarbeiter der Polizei erblickte, nervös wurde und den Sprengsatz mit Vernichtungselementen zur Explosion brachte. Allem Anschein nach hätte die Zahl der Opfer weitaus höher sein können, wenn das so genannte Absperrsystem im Bahnhof nicht funktioniert hätte, welches es der terroristischen Selbstmörderin nicht erlaubte, den Rahmen des Metallsuchgeräts zu passieren und in den Warteraum zu gelangen, wo sich in jenem Augenblick eine große Ansammlung von Fahrgästen, unter anderem wegen einer Verspätung von drei Zügen, gebildet hatte. Gegenwärtig ist vor Ort eine operative Untersuchungsgruppe tätig, welche den Tatort in Augenschein nimmt und Spuren des Verbrechens aussondert und festhält.“

Die Person der verdächtigen Frau soll demnächst festgestellt werden. Ihre sterblichen Überreste sind zur genetischen Expertise geschickt worden. Es ist bereits bekannt, dass unter den Todesopfern ein Kind ist. Kinder gibt es auch unter den Verletzten. Gegenwärtig wird den Verletzten alle notwendige Hilfe erwiesen. Das Katastrophenschutzministerium hat ein Spezialflugzeug mit Ärzten und zusätzlichen Ausrüstungen für die Hilfeleistung an die Verletzten nach Wolgograd entsandt. Einige von ihnen sollen zwecks medizinischer Behandlung nach Moskau gebracht werden. Oleg Sagalaj, Pressesekretär der Ministerin für Gesundheitswesen Russlands, sagt:

 „Die Verletzten sind in medizinische Einrichtungen der Stadt Wolgograd eingeliefert worden. Im Auftrag der russischen Gesundheitsministerin Veronika Skworzowa ist gemeinsam mit dem Katastrophenschutzministerium ein Sonderflugzeug für den Abflug nach Wolgograd vorbereitet worden. Die Maschine wird Fachleute von föderalen medizinischen Einrichtungen in diese Stadt zwecks Einschätzung des Zustandes der Verletzten und der Ermittlung der Notwendigkeit ihrer Überführung nach Moskau bringen, damit ihnen hier hochtechnologische medizinische Hilfe erwiesen werden kann. Die Krankenbetten sind in den entsprechenden medizinischen Einrichtungen von Moskau bereits reserviert worden. Darüber hinaus sind Fachkräfte aus dem Zentrum für Gerichtsmedizin und aus dem Serbski-Instutut nach Wolgograd entsandt worden, damit sie den Verunglückten, ihren Familien und allen, die das benötigen, psychologische Hilfe erweisen.“

 

Von den ersten Minuten der Tragödie in Wolgograd an behält der russische Präsident Wladimir Putin die Situation persönlich im Auge. Das teilte sein Pressesekretär Dmitri Peskow mit:

„Dem Präsidenten wurde die Explosion im Bahnhof von Wolgograd unverzüglich gemeldet. Er hörte sich ausführliche Berichte an, welche vorläufige Informationen enthielten, nahm die ersten Angaben vom Ort des Vorkommnisses entgegen.

 Wladimir Putin wird auch über alle neuen Umstände und Details des Vorfalls informiert, die im Zuge der Ermittlung entstehen. In erster Linie natürlich die Angaben über die tödlich Verunglückten und über die Verletzten. Der Präsident hat bereits die erforderlichen Anweisungen vor allen Dingen an das Katastrophenschutzministerium und das Gesundheitsministerium zwecks Erbringung der erforderlichen Hilfe an alle Betroffenen erteilt.“

 

Der 1. bis 3. Januar sind im Gebiet Wolgograd zu Trauertagen erklärt worden. Gouverneur Sergej Boschenow teilte mit, dass an die Familien der Todesopfer je eine Million Rubel ausgezahlt werde. Mit den ersten Auszahlungen in Höhe von 250.000 Rubel soll am Montag (dem 30. Dezember) begonnen werden.
[Stimme Russlands]