Futsal-EM: Russland ist Vize-Europameister

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Moskau. Russland ist Futsal-Vize-Europameister! Italien gewann gestern Abend in Belgien dank einer starken Leistung zum zweiten Mal die Futsal-Europameisterschaft der Männer mit 3:1 (3:1) gegen die russische Futsal-Auswahl. Russland hat damit ihr zweites Endspiel in Folge verloren. Trotzdem: VIZE-EUROPAMEISTER, unser Glückwunsch dazu.

Russland machte zu Beginn das Spiel, Toptorjäger Eder Lima traf aber nur das Außennetz. Besser machten es wenig später die Italiener und gingen nach einem Eckball von Saad Assis in Führung. Doch die Sbornaja von Trainer Sergej Skorowisch gab sich nicht auf und kam Mitte der ersten Hälfte durch den achten Treffer von Eder Lima vor 11.558 Zuschauern zum Ausgleich.

Die Freude über das 1:1 währte bei Russland aber leider nur kurz, denn dann war Murilo zur Stelle und schoss die Italiener wieder in Front

Und es kam noch schlechter, denn in der 19. Minute schraubte Daniel Giasson das Ergebnis weiter nach oben.

Trotz der Führung drückte die italienische Mannschaft von Roberto Menichelli nach dem Seitenwechsel weiter auf den nächsten Treffer, womit die russischen Männer nicht wirklich zurechtkamen und selbst keine Chancen kreieren konnten. Am Ende wurde Cirilo bei Russland zu allem Übel mit der zweiten Gelben Karte auch noch vom Platz gestellt, während Eder Lima nur die Latte traf. Pech! Aber trotzdem können die russischen Futsal-Spieler mit erhobenen Hauptes nach Hause kommen: VIZE-EUROPAMEISTER!

Schaffen das auch die Rasen-Fußballer im Sommer in Brasilien bei der Fußball-WM-Endrunde?

Russland akzeptiert die Final-Niederlage

Sergej Skorowisch, Trainer Russland: „Wir haben nicht gewonnen, weil wir nach dem Halbfinale gegen Spanien mental sehr müde waren. Wir hatten für das Finale einfach keine emotionale Energie mehr und man sollte eigentlich eiskalt sein. Das haben wir nicht geschafft. Wir haben zu viele Fehler gemacht und die Tore zugelassen. Italien hat vielleicht das beste Spiel aller Zeiten gemacht, was uns nicht gelungen ist. Wenn man ein Finale gewinnen will, muss man seine Qualitäten abrufen und all seine Stärken zeigen. Aber der Gegner war heute besser.“

„Es war nicht einfach, das komplette Spiel. Wir haben gleich von Beginn an gemerkt, dass es nicht so läuft. Wir haben versucht, daran was zu ändern und haben bis zum Ende an uns geglaubt. Es gab einige Momente, da waren wir absolut dran. Leider konnten wir es aber nicht entscheidend ändern. Im Futsal ist war alles möglich, aber am Ende hat es nicht gereicht, auch wenn wir nie aufgegeben haben. Jede Niederlage tut natürlich weh, aber nun haben wir Zeit, und können schauen, was falsch lief. Wir müssen zeigen, dass wir zu Recht im Finale standen. Wir wissen, woran wir noch arbeiten müssen und werden noch große Spiele zeigen“, sagte Skorowisch weiter.

Wladislaw Schajackmetow, Stürmer Russland: „Die Niederlage geht in Ordnung. Es haben einfach zu viele Dinge nicht funktioniert. Wir haben das erste Tor nach einer Ecke kassiert, das hat uns sehr wehgetan. Die erste Halbzeit war schrecklich von uns, wir haben überhaupt nicht gut gespielt. Aber das Leben geht weiter, der Futsal geht weiter. Es ist zwar angenehmer, von den Fehlern Anderer zu lernen, aber wir werden auch von unseren eigenen Fehlern lernen.“

Mit Material von: ©UEFA.com