Fußball-WM Qualifikation: Erst Baku – dann Zuckerhut

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Moskau. Die russische Fußball-Nationalmannschaft flog gestern sehr früh, nach dem 4:0-Sieg gegen Luxemburg, nach Moskau zurück. In den späten Nachmittagsstunden begann die Sbornaja mit der Vorbereitung für das „Endspiel“ in der WM-Qualifikation für Brasilien 2014, am Dienstag gegen Aserbaidschan.

Das erste Training im Stadion von Torpedo Moskau, nach dem Sieg gegen Luxemburg, trug eher einen Regenerationscharakter. Der Trainerstab gab auch den Spielern mit einer kleineren Verletzung einen Tag Ruhepause, dieses waren Torhüter Igor Akinfejew, Verteidiger Wasilij Beresutski und Mittelfeldspieler Alexander Samedow – sie gingen ins Fitnessstudio.

 

Mittelfeldspieler Juri Schirkow, der zur zweiten Halbzeit in Luxemburg eingewechselt wurde und der 66. Minute wieder ausgewechselt werden musste, erlitt in diesem WM-Qualifikationsspiel einen Muskelfaserriss im Oberschenkel und wird zwei Wochen bis zu einem Monat ausfallen.

 

Die übrigen Spieler wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Die erste Gruppe bestand aus den Spielern die nicht in Luxemburg auf dem Feld stand und in der anderen Gruppe waren die Spieler die an dem Gewinn in Luxemburg beteiligt waren. Abschließend übten alle Spieler noch intensiv Schüsse auf das Tor.

 

Nach dem Sieg über Luxemburg am Freitag nimmt das Team von Cheftrainer Fabio Capello volle Fahrt in Richtung Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Um den ersten Platz in der Gruppe F zu behalten, benötigt Russland noch einen Punkt am Dienstag (15. Oktober) in Baku. Die Spieler sind aber auf Sieg fest eingestellt.

 

Verteidiger Dmitrij Kombarow war nach seinen beiden Vorlagen für die Tore von Alexander Samedow und Alexander Kerschakow in Luxemburg gestern bei bester Laune und beantwortete den Journalisten gleich ein paar Fragen:

 

Zunächst einmal, wie geht es Dir?

Ein wenig müde noch. Ich hatte noch keine Zeit gehabt, um nach dem Spiel mich zu erholen.

Wir hatten auch nur zwei oder drei Stunden Schlaf.

 

Wie viel Kraft kostete das gestrige Spiel?

Das Spiel war hart. Wir wurden zu 100 Prozent gefordert und ließen dem Gegner auch keine Chance.

 

Wo war das Team, als ihr über die Begegnung Portugal gegen Israel informiert wurdet?

Wir fuhren mit dem Bus zum Flughafen. Alle hörten diese frohe Botschaft. Eine WM-Stimmung haben wir aber noch nicht. Wir müssen das nächste Spiel in Aserbaidschan gewinnen und danach können wir uns freuen.

 

Am Freitag erzielte Aserbaidschan seinen ersten Sieg in der laufenden Qualifikation …

Wir sind zuversichtlich, in unsere Fähigkeiten und fahren nach Baku um zu siegen.

 

Die Tatsache, dass Russland nur noch ein Remis benötigt um bei der WM dabei zu sein, hat keinen Einfluss auf die psychische Verfassung?

Ich glaube nicht. Jeder versteht, dass wir einen Sieg brauchen. Natürlich ist es genug, einen Punkt mitzunehmen, aber wir spielen auf Sieg.

 

Gestern konnte man sehen, dass Du mehr vor dem Tor vom Gegner warst, anstatt in der eigenen Abwehr. War dieses eine Order vom Trainer oder weil wegen dem harmlosen Spiel von Luxemburg Deine Abwehr Dich nicht unbedingt benötigte?

Der Trainer hatte solch eine Aufgabe mir nicht mitgegeben. Während des Spiels gab es viele Möglichkeiten, dass ich mich in den Angriff einschalten konnte und diese Möglichkeiten versuchte ich oft zu nutzen.

 

Fast alle der Nationalmannschaft von Aserbaidschan sagten, dass sie Russland schlagen werden…

Es wird in unserem Team darüber nicht gesprochen. In einem ähnlichen Ton äußerten sich auch die Nationalspieler von Luxemburg.

 

Abschließend bestätigte der russische Team-Arzt Edward Besuglow, dass Mittelfeldspieler Juri Schirkow für einen Zeitraum von zwei Wochen bis zu einem Monat ausfallen wird. Im Spiel gegen Aserbaidschan, wird er auf keinen Fall spielen. „Die ärztliche Untersuchung bestätigte unsere Erstdiagnose bei Schirkow – Muskelfaserriss. Allerdings wird eine genauere Diagnose und eine Behandlungsstrategie von seinem Vereinsarzt von Dynamo Moskau erfolgen“, erklärte Besuglow.