Fußball: Russland hat einen neuen Nationaltrainer, ZSKA trifft auf alte Bekannte

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In Nyon in der Schweiz wurden am Freitag die Play-off-Begegnungen in der Champions- und der Europa League ausgelost. ZSKA Moskau trifft auf Sporting Lissabon, den Gegner im UEFA-Cup-Finale von vor zehn Jahren. Auch Rubin Kasan und Krasnodar wissen nun um ihre Konkurrenten. Und: Am frühen Morgen wurde bekannt, was die Spatzen eh schon von den Dächern pfiffen – Leonid Sluzki darf bis Ende des Jahres die Nationalmannschaft leiten.

Wie erwartet, wurde Leonid Sluzki zum Cheftrainer der russischen Nationalelf ernannt. Der 44-Jährige sitzt seit 2009 bei ZSKA Moskau auf der Trainerbank; mit dem Armeeklub gewann er 2013 und 2014 die Meisterschaft. Der neue Vertrag mit dem Russischen Fußballverband RFS gilt zunächst für die letzten noch ausstehenden vier Spiele in der EM-Qualifikation, wenn nötig wird er um zwei Relegationsspiele verlängert.

Sluzki trainiert Nationalelf nach dem Schema „4+2“

Sluzki wird beide Jobs parallel absolvieren. Sollte er mit der Sbornaja Erfolg haben, wird erneut verhandelt. Falls Sluzki dann mit der Nationalmannschaft weitermacht, müsste er allerdings seine Arbeit bei ZSKA an den Nagel hängen. Laut Sportminister Vitali Mutko soll sich der Trainer, der die Nationalelf auf die WM im eigenen Land vorbereiten wird, voll und ganz auf diese Aufgabe konzentrieren und nicht in zweiter Funktion einen Verein coachen.

Leonid Sluzki ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden: In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 liegt Russland nach sechs Spielen mit acht Punkten nur auf Platz drei in der Gruppe G, hinter Österreich (16 Punkte) und Schweden (12 Punkte). Schon das nächste Spiel, am 5. September in Moskau gegen Schweden, ist von immenser Wichtigkeit.

Krasnodar trifft auf finnischen, Rubin auf mazedonischen Meister

In der Play-off-Runde der Champions League darf sich ZSKA Moskau auf einen alten Bekannten freuen – Sporting Lissabon. Die Portugiesen waren vor zehn Jahren die Gegner im Finale des UEFA-Cups, das die Moskauer im Stadion von Sporting mit 3:1 für sich entscheiden konnten.

Rubin Kasan und Krasnodar haben ihre Rückspiele in der Qualifikationsrunde der Europa-Liga am Donnerstag erfolgreich absolviert – Rubin spielte zuhause 1:1 gegen Sturm Graz (das Hinspiel hatten die Kasaner 3:2 gewonnen) und Krasnodar absolvierte auswärts gegen Slovan Bratislava ein munteres 3:3 (nach einem 2:0-Heimsieg in der letzten Woche).

Im Play-off hat Krasnodar den finnischen Meister HJK Helsinki zugelost bekommen und auch Rubin bekommt es mit einem Landesmeister zu tun, Rabotniki aus der mazedonischen Hauptstadt Skopje.

[sb/russland.RU]