Freie Universität Berlin und Moskauer Higher School of Economics bauen Zusammenarbeit aus

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Die Freie Universität Berlin und die Higher School of Economics in Moskau (HSE) erweitern ihre Kooperation in der Forschung und Ausbildung. Der Präsident der Freien Universität Professor Peter-André Alt sowie der Rektor der HSE Yaroslav Kuzminov unterzeichneten ein Abkommen, das mehr Studierenden, Doktoranden, Wissenschaftlern und Mitarbeitern das Studium, die Forschung und die Arbeit an der Partneruniversität ermöglicht. Vor zwei Jahren begann die Zusammenarbeit mit einem Abkommen zwischen den Instituten für Soziologie beider Universitäten; nun beteiligen sich alle Institute und Einrichtungen der Freien Universität sowie der HSE am Austausch. Die HSE zählt zu den renommiertesten Hochschulen mit Schwerpunkt auf den Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften in Russland, Osteuropa und Asien. Die Freie Universität ist eine der elf Universitäten Deutschlands, die in der Exzellenzinitiative ausgezeichnet wurden.

Der Präsident der Freien Universität Professor Peter André Alt sagte zur Unterzeichnung des Abkommens: „Eine engere Kooperation mit der HSE in Moskau ist ein bedeutender strategischer Bestandteil unseres Zukunftskonzeptes als Internationale Netzwerkuniversität. Insbesondere Studierende und Nachwuchswissenschaftler werden von der erweiterten Zusammenarbeit beider Hochschulen profitieren.“

Der Rektor der HSE Yaroslav Kuzminov erklärte: „Sowohl bei den Forschern als auch bei den Studierenden bestand ein großes Interesse an einem verstärkten Austausch. Unsere Universitäten vertreten ähnliche Werte, sie sind jung und innovativ. Das erweiterte Abkommen eröffnet mehr Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern als bisher die Möglichkeit, Erfahrungen im jeweils anderen Land zu sammeln und ihren Horizont zu erweitern.“

Alexander Chepurenko, Leiter des Instituts für Soziologie an der HSE, sagte: „Ziel des ersten Abkommens vor zwei Jahren war es, ein Forum für intensive Kontakte zwischen jungen Forschern und renommierten Experten in der Soziologie und anderen Gesellschaftswissenschaften zu bieten. Schon jetzt hat sich ein Netzwerk talentierter Spezialisten entwickelt, die in gemeinsamen Projekten die modernen Gesellschaften in der östlichen und westlichen Welt erforschen.“

Katharina Bluhm, Soziologin am Osteuropa-Institut der Freien Universität, ergänzt: „In den vergangenen Jahren ist das Interesse unserer deutschen Studierenden an einem Aufenthalt an der HSE stetig gestiegen. Außerdem haben wir gemeinsame Forschungsprojekte, mehrere Konferenzen und eine Summer School gemeinsam mit der HSE organisiert. Nun wird die Zusammenarbeit weiter ausgebaut, was besonders für Doktoranden von Vorteil sein wird.“

Sowohl für die Freie Universität als auch für die HSE gehört die Internationalisierung ihrer Forschung und Lehre zum Universitätsleitbild: Die Freie Universität ist für internationale Forscher, Promovierende und Studierende die erste Adresse in Deutschland und unterhält weltweit sieben Verbindungsbüros, darunter eines in Moskau. Die HSE hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten durch außergewöhnliche Internationalisierungsstrategien und Kooperationen ausgezeichnet. Forschungszentren der HSE werden von renommierten Wissenschaftlern wie dem Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaft Eric Maskin, dem Politologen Ronald Inglehart und dem Mathematiker und Träger der Fields-Medaille Andrey Okunkov geleitet.