Frankfurter Buchmesse: Russische Welt der Literatur für deutsche Leser

Frankfurter Buchmesse 2014 Stand Agora Foto Peter Hirth

Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse präsentiert der Russland-Stand (Halle 5.0, C114) russische Schriftsteller und Verlage mit einem vielfältigen Programm. Das Kulturjahr und die Problematik des Übersetzens sind Schwerpunkte in diesem Jahr.

Russland ist auch in diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse (8. bis 12. Oktober) mit einem umfangreichen und vielfältigen Programm vertreten. Der Gemeinschaftsstand, der vom Moskauer Institut für Übersetzung im Auftrag der Föderalen Agentur der Russischen Föderation für Pressewesen und Massenkommunikation betreut wird, präsentiert auf 200 Quadratmetern zahlreiche Neuerscheinungen mit insgesamt etwa 1.000 Titel aus mehr als 50 Verlagen. Zudem finden am Stand Podiumsdiskussionen, Präsentationen, Workshops und Gespräche mit Schriftstellern statt.

Das derzeit laufende Kulturjahr der deutschen und russischen Sprache und Literatur in Russland und Deutschland spielt eine wichtige Rolle in diesem Jahr. Neben diesem Projekt und seiner offiziellen Webseite www.russjahr.de werden am Stand auch vom Moskauer Institut für Übersetzung unterstützte deutsche Ausgaben von Werken russischer Autoren vorgestellt. Zudem präsentiert der Verlag Rostok seine Buchreihe über deutsche Spuren in Sankt Petersburg.

Darüber hinaus resümiert anlässlich des 200. Geburtstages von Michail Lermontow der Rektor der Hochschule für Übersetzung der Moskauer Staatlichen Universität, Professor Nikolaj Garbowskij, welche Übersetzungen von Werken des großen russischen Schriftstellers jüngst in andere Sprachen erschienen sind. Auch Alexander Puschkin steht im Fokus – über Neuerscheinungen zum russischen Nationaldichter berichtet die stellvertretende Direktorin des Moskauer Staatlichen Puschkin-Museums Dr. Natalja Michajlowa.

Zum Themenbereich Übersetzungen und Übersetzen spricht Alexander Nitzberg. Der diesjährige Preisträger des russischen Übersetzerpreises “Read Russia” für die deutsche Übertragung von Bulgakows “Meister und Margarita” referiert über die Arbeit des Literaturübersetzers und geht dabei speziell auf die Probleme und Schwierigkeiten beim Übersetzen aus dem Russischen ein. Diesem Thema ist auch die Podiumsdiskussion “Wie und was soll man übersetzen?” mit renommierten Slawisten, Übersetzern und Verlegern gewidmet.

Auch bei den bewährten Veranstaltungen der Buchmesse “Forum Dialog” und “Lesezelt” ist Russland vertreten, unter anderem mit einem Gespräch über “Russische Literatur: Die letzten Nachrichten” unter Teilnahme von russischen Autoren und Literaturkritikern sowie mit einer Lesung von Sachar Prilepin.

Auf Einladung des russischen Verlegerverbands und der Föderalen Agentur der Russischen Föderation für Pressewesen und Massenkommunikation sind in diesem Jahr folgende russische Verlage am Gemeinschaftsstand vertreten: Sokrat aus Jekaterinburg, Swinjin aus Nowosibirsk, Kitap aus Baschkortostan, Koktebel aus Feodossija und der Tatarische Buchverlag. Die Verlage Russkij Mir, Peschkom w Istoriju, die Russische Stiftung für geisteswissenschaftliche und wissenschaftliche Literatur, Studija 4+4, Tekst, Marschrut sowie Verlage aus dem Programm der Moskauer Stadtregierung stellen ebenfalls ihre Neuerscheinungen vor.

Den Büchern aus dem Verlagsprogramm der Stadtregierung Moskau ist ein eigener Ausstellungsbereich gewidmet.

Des Weiteren präsentieren die russischen Schriftsteller Wladimir Scharow, Juri Bujda, Aleksej Makuschinskij, Juri Rjabinin, Ilja Odegow, Kanta Ibragimow und der Dichter Wjatscheslaw Kuprijanow am Russland-Stand ihre Bücher.

Offizieller Medienpartner des Russland-Standes auf der Frankfurter Buchmesse ist Russia Beyond The Headlines (RBTH), ein globales Medienprojekt der russischen Tageszeitung “Rossijskaja Gaseta” mit Sitz in Moskau.

Das vollständige Programm des Russland-Standes auf der Frankfurter Buchmesse finden Sie auf der offiziellen Webseite des Jahres der russischen Sprache und Literatur in Deutschland: Programm des Russlandstandes auf der Frankfurter Buchmesse 2014

Weiterführende Informationen für Verleger und Übersetzer finden Sie auf der Webseite des Moskauer Instituts für Übersetzung: Moskauer Institut für Übersetzung