Forexhandel – wie seriös ist das Geschäft wirklich?

Verbraucherschützer werden nicht müde, Anleger vor dem Geschäft mit Differenzkontrakten, zu denen auch der Forexhandel zählt, zu warnen. Immerhin, so die Argumentation, bestünde die Gefahr eines Totalverlustes des eingesetzten Kapitals und im Grunde seien Finanzwetten nichts anderes als ein Glücksspiel. Vielleicht sollte man diese Argumentation einmal mit dem Lottospiel, dem jede Woche Millionen von Deutschen entgegenfiebern, vergleichen. Lotto ist ein klassisches Glücksspiel.

Ausbildung als Grundlage

Ein durchschnittlicher Lottospieler setzt in der Woche, beobachtet man einmal die Menschen an den Annahmestellen, nicht selten 50 oder 100 Euro ein. Die Gewinnwahrscheinlichkeit ist vergleichsweise gering. Einer Ausbildung bedarf es nicht, es ist völlig ausreichend, Kreuze machen zu können. Lottostrategien erscheinen vor dem Hintergrund des absoluten Zufallsprinzips auch eher fraglich. Finanzmärkte reagieren bis oder ab einem gewissen Zeitpunkt auch nicht mehr rational erklärbar. Dennoch gibt es Verhaltensmuster der Akteure, die sich anhand von Charts nachverfolgen lassen. Marktsituationen wiederholen sich. Vergleicht man als Trader jetzt, wie sich ein bestimmter Basiswert während der sich wiederholenden Marktgeschehnisse verhalten hat und ist das Muster identisch, lassen sich daraus Erkenntnisse für die Zukunft ableiten. Niemand, der den Forexhandel ernsthaft betreiben möchte, wird sofort und unreflektiert auf die Entwicklung eines Währungspaares setzen. Grundlage ist vielmehr eine solide Ausbildung in Bezug auf Chartanalyse und Handelsstrategien. Seriöse Broker, wie sie auf dem Fachportal betrug.org vorgestellt werden, stellen ihren Kunden diese Ausbildungsmöglichkeiten. Neben kostenlosen Demokonten spielen Webinare und Videotutorials eine entscheidende Rolle beim Erlernen dieser Form des Derivatehandels. Mit der zunehmenden Fähigkeit, aus der Chartanalyse die Handelssignale zu erkennen, sinkt zwangsläufig das Risiko, eine Fehlentscheidung zu treffen. Voraussetzung ist natürlich immer, dass sich die Märkte größtmöglich rational verhalten.

Forex – der größte Markt der Welt

Die Aussage, dass es sich beim Forexhandel um ein Glücksspiel handelt, ist auch vor dem folgenden Hintergrund interessant. Schon seit vielen Jahren spekulieren institutionelle Anleger mit Devisen. Immerhin hat sich der Devisenhandel als größter Markt der Welt etabliert. Börsentäglich werden bis zu vier Billionen US-Dollars weltweit umgesetzt. Der Forexhandel, als eine Variante, die es auch privaten Anleger ermöglicht, mit relativ geringen Einsätzen zu spekulieren, ist Teil davon. Warum also ist der private Forexhandel ein Glücksspiel und die Investments großer Anleger nicht? Natürlich sind die werblich geprägten Aussagen der Broker mit Vorsicht zu genießen, nicht jeder Trade bringt auch einen Gewinn. Auf der anderen Seite bietet der Forexhandel auf der Basis eines Hebelgeschäftes Renditen, die weit über denen von klassischen Tagesgeldern oder Festgeldern liegen. Die Kritiker am Forex gehen leider nicht darauf ein, dass die völlig risikofreien Anlagen für die Sparer einen garantierten Verlust bedeuten. Zinsen, die weit unter der Inflationsrate tendieren, verhindern einen Vermögensaufbau. Nicht nur das, das Ersparte wird kontinuierlich vom Kaufkraftverlust aufgezehrt und läuft in einen Realverlust. Börsengeschäfte bergen dem gegenüber die Chance auf einen Gewinn. Dem garantierten Verlust auf einem Tagesgeldkonto steht also ein möglicher Verlust, aber auch ein möglicher Gewinn auf dem Forexhandelskonto gegenüber. Es ist demzufolge die Entscheidung eines Anlegers, welchen Weg er in Bezug auf seine Kapitalanlagen einschlagen möchte. Gerade vor dem Hintergrund, dass eine erfolgreiche Anlagestrategie möglichst viele einzelne Facetten bergen sollte, ist der Forexhandel als ein Segment durchaus zu prüfen.