Erneut heiße Phase im Donbass

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Das ukrainische Militär hat am Sonntag laut Berichten der Donezker Nachrichten Agentur das Dorf Spartak in der Nähe des Donezker Flughafens, die westlichen Außenbezirke der von Donezk 40 km entfernt liegenden Stadt Gorlovka und Shirokino, ein Dorf im Süden der selbsternannten Donezker Volksrepublik beschossen.

Diese Nachricht ist insofern wichtig, als seit August dort relative Ruhe herrschte – bis auf den Donezker Flughafen (siehe unser Bericht „Donbass: Ein Tag an der Front“), an dem täglich geschossen wurde.

„Bis Mitternacht wurden wir von Granatwerfern und Panzern beschossen und Sturmgewehre feuerten bis zum Morgen. Wir haben unsere Häuser nicht ohne dringende Notwendigkeit verlassen“, sagte ein Bewohner des Dorfes Spartak. Das Bürgermeisteramt der Stadt Yasinovataya, zu dem Spartak gehört, meldete keine Opfer.

Bewohner der Stadt Gorlovka meldeten starken Beschuss am westlichen Stadtrand. „Heftige Explosionen waren im westlichen Teil der Stadt zu hören, [das ukrainische Militär] schoss vor allem mit Panzern aus dem Ort Dzershinsk.“

Laut dem DVR (Donezker Volksrepublik) Verteidigungsministerium kam das Dorf Shirokino unter Mörserfeuer, das mehrere Stunden dauerte. „Der Artilleriebeschuss des Dorfes Shirokino im Süden der DVR durch die ukrainische Armee begann etwa um 09.00 Uhr und endete um rund 05.00 Uhr“, sagte der Sprecher des Ministeriums. Nach seinen Angaben hat das ukrainische Militär 53 82-mm- und 120-mm-Mörsergranaten verschossen.

Gemäß der Vereinbarung der Minsker Kontaktgruppe herrschte an der Front in diesem Gebiet seit 1. September dieses Jahres relative Ruhe. Doch im letzten Monat verschlechterte sich die Situation, es gab deutlich mehr Artillerieangriffe.
(hmw/russland.ru)

Siehe auch „Donbass: Ein Tag an der Front