Erdoğan und Putin treffen sich in Sankt Petersburg

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[Von Halil Celik und Peter Schwarz, 11. August 2016]

Am 9. August trafen sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin im Konstantinpalast in Sankt Petersburg. Das Treffen war das erste der beiden Präsidenten seit einem Jahr und der erste Auslandsbesuch Erdoğans nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli.

Nach dem Abschuss eines russischen Bombers durch ein türkisches Kampfflugzeug über Syrien im November letzten Jahres hatten die türkisch-russischen Beziehungen einen Tiefpunkt erreicht. Aber am 29. Juni übermittelte Erdoğan Putin einen Entschuldigungsbrief, um seinen Wunsch nach einer Wiederannäherung zu dokumentieren. Seitdem haben sich die gegenseitigen Beziehungen stark verbessert.

Einen Tag nach Erdoğans Brief hob die russische Regierung nach einem Telefongespräch zwischen dem russischen und dem türkischen Präsidenten ihr Verbot von touristischen Charterflügen in die Türkei auf. Die Außenminister der Türkei und Russlands trafen sich am 1. Juli im russischen Sotschi.

Auf einer Pressekonferenz nannte Putin Erdoğans Besuch am 9. August „ein Zeichen normalisierter Beziehungen“. Er sagte zum türkischen Präsidenten: „Ihr heutiger Besuch, trotz der sehr schwierigen politischen Lage in der Türkei, ist Ausdruck des Wunsches aller Seiten, den Dialog und die Annäherung im Interesse der Völker der Türkei und Russlands wieder aufzunehmen.“ Erdoğan stimmte zu und sagte: „Die türkisch-russischen Beziehungen sind in eine völlig neue und positive Phase eingetreten.“

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