Eiskunstlauf: Russland holt Silber bei der World Team Trophy

Die USA gewinnen in Tokjo hauchdünn vor der russischen Mannschaft und Japan

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Hauchdünn hinter den USA mit nur einem Punkt Rückstand hat Russland bei der World Team Trophy 2015 in Tokjo den zweiten Platz hinter den USA belegt. Dritter wurde die Mannschaft der Gastgeber.

Für diesen weltweiten Mannschaftswettkampf, der stets in Japan stattfindet, qualifizieren sich die sechs besten Eiskunstlauf-Nationen der Welt, neben den Medaillengewinnern noch China, Kanada und Frankreich. Während bei den Einzelläufern jeweils zwei Teilnehmer pro Nation starten, tritt beim Eistanz und den Sportpaaren jeweils ein Duo an. Die WTT bildet weitgehend den Abschluss der internationalen Eiskunstlauf-Saison.

Dreikampf USA-Russland-Japan

Von Anfang an kristallisierte sich beim Kampf um dem Sieg das Duell zwischen der US-amerikanischen Mannschaft, den Japanern und den Russen heraus. Die Titelverteidiger aus den USA profitierten dabei vor allem von der Breite ihrer hochkarätigen Teilnehmer, denn ganz an der Spitze landeten die US-Amerikaner selten, jedoch immer im vorderen Feld. Das ist bei den Russen leider nicht ganz so, denen momentan bei den Herren absolute Spitzenläufer fehlen und auch im Eistanz zwar gute Paare dabei sind, die jedoch wie in Tokjo immer wieder von den US-Amerikanern und Kanadiern geschlagen werden. Dennoch standen die USA durch das sehr starke russische Team schwer unter Bedrängnis und konnten sich im Prinzip nur durch den überraschenden Sieg von Gracie Gold bei den Damen im Kurzprogramm hauchdünn auf der Spitze des Treppchens behaupten – denn bei den Frauen führen sonst die Russinnen souverän.

Russlands Damen weiter souverän

Dennoch ist das Ergebnis gerade bei den russischen Damen wieder erfreulich, denn nach dem 2. und 3. Platz im Kurzprogramm machten in der Kür Elisaweta Tuktamyschewa und Elena Radionowa in der Kür souverän den ersten und zweiten Platz für sich klar. Überhaupt ist Elisaweta aus Sankt Petersburg in dieser Saison im absoluten Zenit ihrer bisherigen Eiskunstlauf-Karriere und die noch junge Elena wird wahrscheinlich noch viele Jahre in der Spitzengruppe des weltweiten Eiskunstlaufs dabei sein.Die Japaner, die im Zwischenklassement noch auf Rang zwei gelegen waren, musste deshalb die russische Mannschaft davon ziehen lassen und haben daneben vor allem bei den Paaren wertvolle Mannschaftspunkte verloren. Auch die Russen verloren hier einige wenige, aber wichtige Zähler für den Gesamtsieg, als Kawaguti bei einem wichtigen Sprung stolperte.

Die übrigen Ergebnisse

Die übrigen Mannschaften auf den Rängen vier bis sechs waren im Laufe des Wettbewerbs mehr und mehr abgeschlagen, auch wenn es immer wieder einzelne Erfolge gab, wie für Kanada und Frankreich beim Eistanz oder für China bei den Sportpaaren. Kanada lag am Ende über 20 Punkte hinter den drittplatzierten aus Japan. Den am Ende auf dem letzten Platz landenden Franzosen wurde vor allem ihre Schwäche in den Einzelkonkurrenzen zum Verhängnis. China wurde im finalen Klassement fünfter.

Foto: Elisaweta Tuktamyschewa, hier auf einem Wettkampf in diesem Jahr in Russland; in Tokjo wurde sie Zweite im Kurzprogramm und gewann die Kür vor Elena Radionowa