Einigung bei den Minsker Gesprächen der Ukraine-Kontakt-Gruppe

Archivbild_Minsk II Regierungschefs der unterzeichnenden Länder kremlin.ruArchivbild_Minsk II Regierungschefs der unterzeichnenden Länder kremlin.ru
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Die Mitglieder der Ukraine-Kontaktgruppe haben in Minsk beschlossen, dass ab dem 31. August an der militärischen Grenzlinie zwischen der Ukraine und den beiden Volksrepubliken Donezk und Lugansk ein Ruhe- und Ordnungsbefehl auf unbegrenzte Zeit gelte.

Der Sonderbeauftragte der OSZE in dieser Gruppe wies darauf hin, dass in den meisten ehemaligen Sowjetrepubliken das neue Schuljahr am 1. September beginne. Die Kinder sollten endlich ohne Kampfeslärm die Schule besuchen können. Dieselbe Hoffnung habe er auch im letzten Jahr gehabt, aber leider seien 12 Monate vergangen, in denen sich nichts geändert habe.

Boris Gryslow, der russische Vertreter in der Gruppe, erklärte, dass es die zentrale Aufgabe der Gruppe sei, konkrete Maßnahmen zur Deeskalation des Donbass-Konflikts zu erarbeiten.

„Meinungsumfragen in der Ukraine bestätigen, dass praktisch die gesamte ukrainische Gesellschaft diesen Konflikt beendet sehen will. Die Menschen sind müde der militärischen Auseinandersetzungen, der militärischen Rhetorik und des Säbelrasselns. Die Menschen wollen Veränderungen und einen echten Fortschritt. Und der einzige Weg dorthin ist die vollständige Umsetzung der Minsker Vereinbarungen, zu denen es keine Alternativen gibt.“

Gryslow hält den Rückzug der kämpfenden Parteien in klar definierte Rückzugsgebiete für wesentlich, weil nur so Provokationen vermieden werden können und die Einhaltung des Waffenstillstandes gewährleistet werden könne. Alle einseitigen Handlungen ohne zuvorige Rücksprache mit der gegnerischen Partei seien kontraproduktiv und würden nicht zum Frieden beitragen.

„Wir rufen alle Seiten in diesem Konflikt auf, einen vollständigen und dauerhaften Waffenstillstand zum 1. September, dem Beginn des neuen Schuljahres einzurichten.“
(hmw/russland.news]