Eilmeldung: Sprengstoffanschläge in St. Petersburger Metro

Foto: TV-Screenshot
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Heute Nachmittag ereigneten sich in der St. Petersburger Metro laut mehreren Nachrichtenagenturen zwei Sprengstoffanschläge an zwei benachbarten Stationen. Bei den Attentaten gab es mindestens zehn Tote und mehrere Dutzend Verletzte.

Die Katastrophe ereignete sich laut der Agentur ‚TASS‘ an den U-Bahn-Stationen ‚Sennaja Ploschtschad‘ und ‚Technologitscheskij Institut‘ unter Berufung auf die örtlichen Behörden. Ein etwa 250 Gramm schwerer Sprengsatz sei im mittleren Wagen eines in der Station haltenden Zuges detoniert, so die ersten Meldungen. Nach ersten Angaben kamen dabei zehn Menschen ums Leben, mindestens 20 weitere wurden verletzt.

Sämtliche Metro-Zugänge im Umkreis der Unglücksstellen wurden umgehend evakuiert und geschlossen. Wie das Stadtportal ‚Fontanka‘ meldet, seien mittlerweile 80 Sanitäter sowie 16 Technische Einheiten im Einsatz. Die Einsatzkräfte sollen noch verdoppelt werden. Die Verletzten wurden zum Teil mit Hubschraubern in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Es ist der erste Anschlag dieser Art in der Fünfmillionen-Metropole St. Petersburg.

Ob das Attentat mit dem Treffen des russischen Präsidenten mit seinem weißrussischen Amtskollegen Lukaschenko zusammenhängt, scheint vorerst noch unklar. Auch über den oder die Täter ist noch nichts bekannt.

Russland.NEWS wird weiterhin berichten.

Über den Autor

Michael Barth
1961 in Nürnberg geboren und von da aus ab 1979 die große weite Welt erkundet. Die Wege führten anfangs nach Klein- und Mittelasien und waren stets das Ziel. Immer mit im Gepäck, der sehnsüchtige Blick auf die schier unerreichbare UdSSR. Dann fiel der eiserne Vorhang, die Pfade führten nach Nordosten. Durch einen glücklichen Umstand tat sich letztendlich Russland auf. Der berufliche Werdegang verlief zunächst sehr unjournalistisch. Ständig auf der Suche nach neuen Aufgaben und Herausforderungen war nach der Ausbildung zum Kirchenmaler vom Krematoriumsarbeiter bis zum R’n’R Caterer so ziemlich alles dabei, was Abenteuer und Ungewöhnlichkeit versprach. In Russland kam 2008 der Journalismus hinzu. Weltenbummeln und schreiben – perfekt. Zuerst bei einer kleinen Gazette und ab 2012 ernsthaft im Feuilleton bei russland.RU. Seit 2014 dort Chefredakteur.