Donezk: Mc Donald´s werden zu Suppenküchen

Fastfood-Tempel werden zur Essensausgabe für Bürgerkriegsopfer ohne Barschaft

Die drei seit April geschlossenen Mc Donald´s Restaurants von Donezk werden zu Suppenküchen für Arme umfunktioniert. Das melden übereinstimmend mehrere ostukrainische und russische Onlinezeitungen.

Den Beschluss dazu fasste die separatistische Regierung der „Volksrepublik Donezk“. Hintergrund ist, dass viele Menschen vor Ort Sozialleistungen oder Löhne nicht mehr erhalten oder aber mangels funktionierender Geldautomaten keinen Zugriff darauf haben. Für solche Bedürftigen wollen die Separatisten in den ehemaligen Fastfood-Tempeln, die bei ihnen ohnehin aufgrund ihres US-Ursprungs nicht sonderlich hoch im Kurs stehen, Essensausgaben einrichten.

Mc Donald´s verfügte in Donezk über drei Filialen, die zu Beginn der prorussischen Unruhen vor Ort im April geschlossen wurden – am Leninplatz, am Busbahnhof und in einer zentralen Markthalle. Von der Krim hatte sich de US-Konzern ganz zurück gezogen, als die Halbinsel den vom Westen nicht anerkannten Wechsel nach Russland vollzog. Die Versorgung mit Burgern dort hat mittlerweile eine russische Kette übernommen. Mehr noch als in Deutschland  haben die US-Fastfood-Riesen auf dem russischen Markt Konkurrenz durch einheimische Ketten.

Roland Bathon, russland.RU – Foto: Mc Donald´s Donezk vor der Schließung, Wikimedia Commons