Donezk liefert Kohle nach Russland

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„Heute sind die ersten 95 Waggons mit Kohle schon auf dem Weg nach Russland“, – zitiert die Nachrichtenagentur von Donezk  den Chef der Donezker Volksrepublik Alexander Sachartschenko.

Ende Januar begannen ukrainische rechte Nationalisten, den Zugverkehr zwischen den Donbassrepubliken und der Kiewer Ukraine zu blockieren. Begründet wurde dies damit, dass Schmuggel, der angeblich in Verbindung mit Kohlelieferungen stattfand, unterbunden werden sollte. Danach forderten sie, jeglichen Handel mit den Volksrepubliken abzubrechen und unterbanden auch die Kohlelieferungen vom Donbass in die Ukraine. Die Folge war ein Energienotstand in der Ukraine.

Am 27. Februar erklärten die Donbassrepubliken, sie würden ab 1. März alle Unternehmen auf dem Gebiet der Republiken, die sich in ukrainischem Besitz befinden, unter Zwangsverwaltung stellen, um den Betrieb und die Arbeitsplätze zu sichern. Da Kohlelieferungen in die Ukraine nicht mehr möglich seien, würden sie Kohle nach Russland liefern.

Am 13. März erklärte die Donezker VR die Frontlinie zur Staatsgrenze, die nur noch an bestimmten Kontrollpunkten überquert werden dürfe.
[hmw/russland.news]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.