Die Vierte Macht macht mächtig – auch in Kaliningrad

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Unter Vierter Macht versteht man allgemein die Medien. Dass diese mächtig sind – egal in welchem Staat – ist unbestritten. In Deutschland konnte die Vierte Macht einen unschuldigen Bundespräsidenten stürzen und sein Leben zerstören. In Kaliningrad versucht die Vierte Macht auch mächtig zu sein.

Die heutigen Darlegungen sind eigentlich nur eine Art Vorwort zu dem Artikel, den wir morgen veröffentlichen werden und der über einen Angriff der Kaliningrader Oppositionspresse auf die Reputation des Kaliningrader Gouverneurs berichten wird. Gleichzeitig will ich mir aber auch nur einiges von der Seele reden.

Wir kennen in Kaliningrad die sogenannten Systemmedien und die oppositionellen Medien. Die Systemmedien berichten auch kritisch, jedoch wesentlich zurückhaltender als die oppositionellen Medien. Wobei ich oftmals das Gefühl habe, dass es sich bei den Oppositionsmedien in Kaliningrad gar nicht um Medien handelt, die das Wohlergehen der Bürger im Auge haben und die mit ihrer Arbeit eine positive Entwicklung, frei von Korruption und sonstigem Negativem, erreichen wollen, sondern es sich einfach nur um sensationslüsterne und auf Leserquoten ausgerichtete Unternehmen handelt. Erst vor kurzem hatte ich ein großes Interview mit einem sehr bekannten Chefredakteur eines Oppositionsmediums geführt, der mir erzählte, dass man streng zwischen journalistischer Arbeit und Business trenne – einfach, damit man nicht erpressbar ist. Aber es ist Fakt, dass man nur dann genügend Werbekunden bekommt, wenn man auch gelesen wird und gelesen wird man, wenn man möglichst viel Negatives, Sensationelles berichtet, denn nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht.

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