Die Versorgung der Krim mit Elektrizität könnte in wenigen Stunden wiederhergestellt sein

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Auf der Website des russischen Energieministeriums heißt es, dass die Versorgung der Krim mit Elektrizität in wenigen Stunden wieder hergestellt sein kann, sobald die Wartungsteams der Ukraine Zutritt zu den beschädigten Hochspannungsmasten haben.
„Die ukrainische Seite hat genug Kräfte und Mittel, um die Stromversorgung wieder herzustellen, sagen ukrainischen Kollegen“, so der Minister.

Ein Pressesprecher von »Ukrenergo« erklärte auf dem TV-Kanal »112 Ukraine«, die Reparaturarbeiten könnten noch nicht beginnen, weil Demonstranten das Gelände besetzt halten. Nach seinen Worten sind die Reparaturteams vollständig ausgerüstet und warten in der Nähe, um jederzeit mit den Arbeiten zu beginnen. Es sei allerdings schwierig, eine zeitliche Prognose für die Arbeiten zu stellen, denn schon sehr bald nach den Sprengungen hätten vor Ort Demonstrationen begonnen, die zeitweilig in körperliche Auseinandersetzungen mit der Polizei ausarteten.

Putins Pressesprecher Peskow erklärte, dass die russische Seite keinerlei Informationen hätten, welche Maßnahmen die ukrainische Seite ergriffen habe und wann mit der Wiederherstellung zu rechnen sei.

Im Gegenzug nannte der Chef des Hauptquartiers der »Öffentlichen Blockade der Krim« und Anführer der Demonstranten seine Bedingung: Es müssten zuerst die 11 Personen, die im Zuge der Fahndung nach den Tätern festgenommen wurden, freigelassen werden. Er bezeichnete diese Personen als Aktivisten und politische Gefangene.

Aber auch einer der Führer der Krimtataren, Mustafa Djemiljew, nannte Bedingungen für die Reparatur der Strommasten. Er forderte, «die Freilassung der politischen Gefangenen», sowie die Aufhebung des Einreiseverbots in die Krim für ihn und Refat Chubarov (der Führer der Mejlis). Er fordert auch, dass von internationalen Organisationen die Situation der Menschenrechte geprüft werden und die demokratischen Rechte, die in der Ukraine Gültigkeit hatten, wiederhergestellt werden.

Am 20. September begann eine Handelsblockade für Waren aus der Ukraine auf die Krim. Die für unbestimmte Zeit angekündigte Aktion wird von Krimtataren unterstützt, von Anhänger des «Rechten Sektors» und andere Aufrührern. Präsident Petro Poroschenko bezeichnete die Blockade „eine Förderung der sozialen Aktivisten der Krim-Tataren“, die zu einer „baldigen Wiederaufnahme der staatlichen Souveränität über der Krim“ führen soll.

Ende September hat der Rechte Sektor seine Bereitschaft verkündet, die Krim auch von der Strom- und Gasversorgung abzuschneiden, um so aus der Halbinsel eine echte Insel zu machen.

Der Chef der Republik Krim, Sergej Aksjonow, bereitet die Bevölkerung auf die schlimmste Situation vor. Und diese sei, dass keine Verständigung mit der Ukraine zustande komme und die Energiesparmaßnahmen bis 22. Dezember anhalten würde. Zu diesem Zeitpunkt werde die erste Linie fertig sein, durch die die Krim mit Elektrizität von Russland aus durch die Meerenge von Kertsch beliefert wird.
(hmw/russland.ru)