Die US-Sanktionen gegen Russland ermutigen die Ukraine zur Gewalt

Wiktor Medwedtschuk

Der Leiter der politischen Bewegung „Ukrainische Wahl“, Rechtsanwalt und Oligarch Wiktor Medwedtschuk ist der Auffassung, dass die US-Sanktionen die ukrainischen Politiker zur Gewalt anstacheln.

Im Rahmen der Diskussion über die Sanktionen seien in den USA immer wieder Stimmen laut geworden, die forderten, das ukrainische Militär auch mit sogenannten „letalen Waffen“ auszurüsten. Bisher wurden zumindest offiziell nur Waffen zur Verteidigung geliefert.

Einige ukrainische Politiker hätten dies sofort aufgegriffen und nach militärischen Aktionen im Donbass gerufen. „Das ist das Ergebnis der US-Sanktionen“, so Medwedtschuk. Solche Aktionen stünden nicht im Einklang mit den Forderungen des „Normandie-Quartetts“ nach einer friedlichen Lösung im Donbass.

Darüber hinaus hätte die US-amerikanische Entscheidung, Russland erneut mit Sanktionen zu belegen, „dem Minsk-Abkommen einen schweren Schlag versetzt.“

„Nur kurzsichtig können Politiker behaupten, die Sanktionen gegen Russland würde die ukrainische Regierung bei ihren Bemühungen um die Wiederherstellung der Souveränität des Landes und der territorialen Integrität unterstützen“, betonte er. Tatsächlich sei das Gesetz ein Schlag gegen die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine.

[hmw/russland.News]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.